Einkaufssucht
„Shopping“ ist für die meisten eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die bei einigen sehr schnell ausarten und zur Sucht werden kann. Die Sucht entwickelt sich bei den meisten Betroffenen nicht nur in tiefe Verzweiflung, sondern wird für viele sehr schnell zum finanziellen Ruin. Da die meisten nicht über die benötigten finanziellen Mittel verfügen, um ihrer Sucht ohne Probleme nach zu gehen, nehmen die Meisten Schulden auf sich um immer mehr einkaufen zu können.
Frustkäufe sind in der Regel nicht gleich etwas Krankhaftes und sind bei fast Jedem bekannt. Sie werden zum Beispiel durch Ärger im Job oder Krach mit dem Liebsten ausgelöst, denn eine neue Bluse samt dem passenden Lippenstift kann die Stimmung in Frustsituationen aufhelle. Das „Trostpflaster“ bedeutet dann meist nicht eine Sucht, kann aber der Übergang zu einer sein.
Kaufsüchtige können das Shopping nicht stoppen, da sie sich während des Konsumrausches in einer Art Trancezustand befinden und jegliche Kontrolle über ihr Kaufverhalten verlieren. Kaufsüchtige werden oft auch als Shopaholics bezeichnet.
Die Befriedigung des Kaufes ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn die Scham und Schuldgefühle lassen nicht lange auf sich warten. Die gekauften Waren werden meiste nicht einmal benutzt, sondern nur verstaut. Viele packen ihre gekauften Waren nicht einmal aus und schmeißen sie weg.
Die Kaufsüchtigen besitzen einen Verdrängungsmechanismus, der verhindert Rechnungen zu ignorieren und nicht zu öffnen bzw. zu begleichen.
Männliche Shopaholics greifen überwiegend zu Computern und elektronischen Geräten, während weibliche Shopaholics meist Kleidungsstücke kaufen. Eine Einkaufsucht geht meist mit tiefliegenden Unsicherheiten und Neurosen mit ein, der Kaufvorgang an sich ist nur eine Kompensationshandlung.