Re: Doppelmoral - Rauchen ist todschick
> Da regt sich also jemand über die Droge Nikotin auf, weil er in ruhe
> seine Droge Alkohol konsumieren will.
> Was ist mit dem Alkoholkranken raucher, der auch mal wieder in der
> Kneipe stehen will und sich mit Leuten unterhalten will. Der Arme
> wird von euch Alkoholkonsumenten erheblich belästigt. Ständig eine
> Alkoholfahne ins Gesicht gesprochen zu bekommen.
> Also, ab 2004 wirrd in Kneipen nicht mehr geraucht und Alkohol
> getrunken, damit man ja auf alle rücksicht nehmen kann!!!
Der Vergleich hinkt nicht nur, er ist beinamputiert. 1) Leute die
nicht gerade mehr oder weniger erfolgreich dabei sind sich das
Rauchen abzugewöhnen fühlen sich von dem nebelartigen Mief in Kneipen
weder angezogen noch zum selbst Rauchen animiert. Sie empfinden es
schlicht als ekelerregend und widerlich. Ich habe deshalb z.B. meine
Besuche im örtlichen Billardcenter aufgegeben (ab ca. 21:00) sieht
man dort beim Anstoß das Ende des Tisches nicht mehr und ich habe es
auch einfach satt jedesmal nach so einem Besuch alles was ich am Leib
hatte in die Waschmaschine zu geben). 2) Die Fahne eines anderen
Kneipenbesuchers mag zwar unangenehm sein, sie ist aber nicht wie
Passivrauchen gesundheitsschädlich, es ist wesentlich einfacher ihr
auch in kleinen Räumen aus dem Weg zu gehen und am nächsten Tag
riechen meine Klamotten auch nicht danach. Außerdem reagieren Raucher
in der Regel viel aggressiver als Besoffene, wenn man sie auf ihr
Verhalten anspricht. 3) Wer als alkoholkranker Raucher in die Kneipe
anstatt zum Arzt geht dem ist nicht zu helfen. Und noch etwas: Ein
Alkoholiker braucht nicht die Stimulation durch andere Leute, um
wieder zur Flasche zu greifen, genausowenig wie ein Kettenraucher sie
braucht um die nächste Kippe anzuzünden. Das ist das Charakteristikum
einer Sucht.
Ich habe vor einiger Zeit eine Dienstreise in die USA gemacht. Es
gibt dort weiß Gott vieles was mir nicht gefällt und ich würde dort
auf gar keinen Fall leben wollen, aber eins haben sie uns Europäern
voraus: Das Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden verboten (auch
in Restaurants und Kneipen). Hält sich jemand nicht daran, kommt
sofort der Sheriff und wenn der nicht gut gelaunt ist verbringt der
Raucher die Nacht in der Zelle. Für mich war es jedenfalls eine
Offenbarung am Abend mit Kollegen weggehen zu können ohne lästigen
Gestank und ohne am nächsten Morgen sämtliche Klamotten in die Wäsche
tun zu müssen. Bei der üblichen “Toleranz” vieler Raucher (sie haben
beim Rauchen ja gar nichts dagegen wenn Nichtraucher dabei sind)
scheint mir dieser radikale Weg der einzig richtige zu sein (und in
den USA und Frankreich funktioniert es ja auch).
Markus
[…] was > fange ich mit dieser zahl jetzt an? > > ich bin schlicht zu faul, bei wind und wetter mit dem fahrrad zu > fahren. vor allem nicht, wenn ich noch einkaufen muss (katzenstreu, > getraenke und […]