Re: Rauchen? - Jahreswechsel: Handy-Verbot am Steuer

rauchen> NGCK schrieb am 2. Januar 2001 0:37:
> >
> > > Treverer2 schrieb am 1. Januar 2001 17:30:
> > >
> > > das ist abzocke (gewesen) in koeln!
> > >
> > Genau das habe ich gemeint mit Abzocke. Ich bin also voll Deiner
> > Meinung. Es ging mir nicht darum, die Kästen generell
> abzuschaffen,
> > sondern sie verkehrslenkend einzusetzen. Dazu gehört nicht, sie
> > an Orten aufzustellen, wo man möglichst viel Geld damit verdient,
> > sondern da, wo z.B. immer wieder Autofahrer rücksichtslos und
> > unvernünftig handeln. Allerdings sollte eine 30-Zone auch kein
> > Freibrief für Nicht-Autofahrer sein. Vielmehr sollten ALLE
> > Verkehrsteilnehmer Rücksicht aufeinander nehmen. Dazu braucht man
> > keine Starenkästen, sondern z.B. mehr und bessere Ausbildung in
> > Fahrschulen. Eigentlich sollte die Verkehrserziehung in der
> > Grundschule anfangen und hier nicht schon wieder mit dem
> > Verkehrskasperle aufhören.
> > Wenn alle ein wenig mehr miteinander anstatt gegeneinander fahren
> > würden, wäre schon viel geholfen.
>
> Du würfelst hier mehrere Dinge zusammen.
> 1. Apellierst Du an die Rücksicht der Verkehrsteilnehmer. Das ist
> völlig in Ordnung, kann man doch tatsächlich beobachten das
> insbesondere Autofahrer sich nach dem MOtto verhalten: Los aus dem
> Weg
> ich hab den dicksten, schnellsten, lautesten Karren…
Ja, die gibt es. Leider! Da reagiere ich dann ab und an auch schon
mal mit Sturheit und fahre meinen Stil weiter. Lichthupe, Blinker
raus und drängeln bewirken bei mir da oft Gegenteil des Erhofften.
>
> 2. Die Problematik mit der Durchsetzung von
> Geschwindigkeitsbegrenzung
> durch Blitzgeräte.
> Ich versteh ehrlich nicht warum Du die Verkehslenkungsfunktion den
> ‘Starenkasten’ zuordnest und nicht der STVO die ja dafür gedacht
> ist.
Wenn dem so wäre, bräuchte man diese alernen Kästen gar nicht.
Problem ist doch, daß es nur kurz blitzt und man manchmal noch
nicht einmal weiß, wen es da gerade getroffen hat. Anschließend
kommt so nach 3-4 Wochen der Anhörungsbogen ins Haus geflattert
und der Erzihungseffekt im Moment des Vergehens ist nahezu Null.
Früher standen 100 Meter weiter die Leute mit der rot-weißen Kelle
und man wußte, was los war. Es gab einen Erziehungseffekt. Da dieser
heute fehlt, ist es eben nur noch Abzocke. Was sonst?
> Ich empfinde es als traurig wenn Autofahrer durch solche Maßnahmen
> auf
> ihr gefährdendes Verhalten aufmerksam gemacht werden müssen.
Das geht auch anders. In den USA habe ich erlebt, daß nach einer
Radarmessung 50 m weiter ein großes rotes Leuchtdisplay stand, auf
dem zu lesen war: “Your sped is actually ** miles/h”. So geht es
auch. Ohne Abzocke. Der Effekt ist viel größer.
>
> Und betonen möchte ich noch mal: Die Geschwindigkeitswahl ist
> alleinige
> Entscheidung des Fahrzeugführers, er wählt ob er sich die
> Möglichkeit
> eröffnet geblitzt zu werden.
>
> Also an alle Raser: nicht jammern, ihr könntet ja auch langsamer
> fahren…
Also, wenn ich das Wort ‘Raser’ in diesem Zusammenhang höre (lese),
wird mir immer ganz schlecht, zumindest bei der Definition, die
meistens dahintersteckt. ICH verstehe unter Raser, wenn jemand mit
unangepasster, bzw. unangemessener Geschwindigkeit fährt. Alles
ander ist für mich nichts anderes, als ’schnellfahren’. Wer auf der
Autobahn an geeigneter Stelle statt 130 km/h z.B. 180-200 km/h
fährt, ist für mich noch lange kein ‘Raser’. Der ist ein Schnellfahrer.
Wer aber das selbe in einem Baustellenbereich macht ist ein Raser.
Der gefährdet nicht nur sich sondern auch andere, weil er das Risiko
nicht überblickt. Ein reiner Schnellfahrer hat die Situation meist
völlig im Griff. Der fährt nur da schnell, und auch schneller, als
die Schilder ihm das vorschreiben, wo es die Situation gefahrlos
erlaubt.
>
> ervin

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