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> > Ervin Peters (ervin.peters@bauing.uni-weimar.de) schrieb am 2.
> > Januar 2001 12:20:
>
> > > Ich empfinde es als traurig wenn Autofahrer durch solche
> > > Maßnahmen auf ihr gefährdendes Verhalten aufmerksam gemacht
> > > werden müssen.
> > Ich empfinde es als traurig, wenn ich nicht mit meinem Verstand
> > selber entscheiden darf, wie schnell ich fahren darf.
>
> wenn dein Verstand entscheidet “Rasen um jeden Preis”, dann finde
> ich
> es ziemlich ok, wenn dein Verstand durch gesetzliche Regelungen in
> Verbindung mit administrativen Akten in sinnvolle Schranken
> verwiesen
> wird.
Bitte den Beitrag erst ganz durchlesen bevor man Vermutungen
unterstellt alla “Rasen um jeden Preis”. Irgendwie an meinen
Kernaussagen vorbei… Kommt hier ein Feindbild zum Vorschein?
> > “Angepasste Geschwindigkeit” heisst bei mir nicht, nachts um 2:00
> > Uhr mit 50 durch ein menschenleeres Dorf zu troedeln!!!! Dennoch
> > stehen oftmals viele Starenkasten herum, die mich dazu ZWINGEN,
> > obwohl niemand gefaehrdet wird, wenn man nun nachts um 2:00 Uhr
> > mit 65 durch die Ortschaft faehrt.
> die “Radarfallen” zwingen dich nicht. du kannst auch schneller
> fahren
> wenn du willst, du mußt nur mit entsprechenden Konsequenzen
> rechnen.
> Mal abgesehen davon, daß dir diese Geschwindigkeitsübertretung eine
> um
> lächerliche 3 Sekunden frühere Ankunftszeit beschert
Hihi, schoene Worte, nur auf den KERN meiner Aussage wird nicht
eingegangen: “obwohl niemand gefaehrdet wird”
Hast Du das ueberlesen? - Warum will mir hier jemand etwas ueber den
“Nutzen” bzw. der Nutzlosigkeit von schneller fahren beweisen?
> > > Und betonen möchte ich noch mal: Die Geschwindigkeitswahl ist
> > > alleinige Entscheidung des Fahrzeugführers, er wählt ob er sich
> > > die Möglichkeit eröffnet geblitzt zu werden.
> > Falsch.
> Nein, richtig. Du triffst die Entscheidung. Und wenn es die falsche
> sein sollte (zu hohe Geschwindigkeit), dann trägst du die
> Konsequenzen
> (Geldstrafe, Fahrverbot, Folgekosten und -strafen eines von dir
> verschuldeten Unfalls).
Oh Gott, oh Gott! - Was fuer weltbewegende Aussagen, ich wuerde “die
Konsequenzen” tragen muessen…
Du weisst schon, das JEDEM vor dem Einsteigen in ein Auto bewusst sein
muss, das ALLE Entscheidungen die DERJENIGE triffst von IHM mitgetragen
werden muss, WENN es dadurch zu einem Unfall kommt.
Ob es die falsche oder richtige war, stellt sich erst hinterher heraus.
Und so vorausschauend kann NIEMAND fahren! - Sonst haetten wir ja keine
Unfaelle, oder?
Also was soll der nichtssagende Vortrag?
> > Gehen wir davon aus, das ich KEINEN UNFALL bauen und NICHT
> > GEBLITZT werden will. Dann kann ich NICHT alleine entscheiden,
> wie
> > schnell ich fahren moechte: Stichwort “Blumenkaesten”,
> > “Bodenwellen”, “Radarkontrollen” etc…
>
>
> Du kannst alleine entscheiden, die Straßenverkehrsordnung zu
> überschreiten, weil dir als Autofahrer deine Freiheit ja so
> wahnsinnig wichtig
Ich denke, Du bist ein Autohasser. Immer wieder diese Sticheleien alla
“Freiheit ja so wahnsinnig wichtig” …
Bitte zeige mir, wo es mir auf meine “Freiheit” auf Kosten anderer
ankommt?
> ist und sie natürlich aus deiner Sicht über der Freiheit
> deiner
> Mitbürger und natürlich erst recht über dem Recht deiner
> Mitmenschen
> auf körperliche Unversehrtheit steht.
Bitte zeige mir, wo mir meine [von Dir unterstellte] “Freiheit”
wichtiger als “dem Recht [meiner] Mitmenschen auf körperliche
Unversehrtheit” ist, bzw. wo diese Aussage getaetigt wurde..
Und bitte nicht: “Das Posting impliziert dies”.. Da koennte ich ja auch
gleich in einer Glaskugel Deine Zukunft vorhersagen!
> Dummerweise ist ein
> Verfassungsgrundsatz in Demokratien, daß die Freiheit des Einzelnen
> da
> aufhört, wo sie die Freiheit eines anderen tangiert.
Ich kenne mich im Grundgesetz aus. Danke. Aber was soll dieser Exkurs
in Recht?
> Das heißt,
> wenn du
> deine Freiheit ausnutzen willst, droht der Staat zu recht mit
> Konsequenzen. Ob du aber diese Konsequenzen trägst oder es durch
> eine
> vernünftige Fahrweise gar nicht erst zu einem Eingreifen des
> Staates
> kommen läßt, ist _deine_ Entscheidung.
Dies ist eine einseitige Darstellung der Dinge. Nicht immer bedeutet
schneller fahren “ruecksichtslos und unangepasst, ohne
vorrausschauendes Handeln”….
> Du trägst die Verantwortung
> für
> deine Fahrweise, nicht der Verkehrsminister und nicht der Mensch,
> der
> die Verkehrsüberwachung durchführt
Was will mir dieser Mensch sagen? - Ist das das kleine Einmaleins des
Lebens?
Schreibe Dir bitte ein Plakat “Menschen, Ihr seid fuer euer Tun
verantwortlich, also achtet auf Euer Tun” und stelle Dich damit in eine
Fussgaengerzone Deiner Wahl!
> > Ich koennte ja auch zu Fuss gehen.
> Könntest du auch
Einfache Loesungen fuer einfache Leute?
> > Ich koennte die Einkaeufe fuer die Familie auch mit dem Fahrrad
> > taetigen (schoener Gedanke)
> auch das wäre möglich
Jaja, so einfach ist das heutzutage!
> > … leider geht das eben nicht ohne grossen Aufwand!
> ach du ärmster. Und für deine Bequemlichkeit dürfen natürlich ein
> paar
> Kinder, Rentner, Fußgänger geopfert werden. Und wenn der Staat dazu
> nicht bereit ist, beschränkt er deine Freiheit. Jaja
Aha. Argumentativ sehr schoen. Bitte schreibe ein zweites Schild:
“Menschen, benutzt kein Auto. Denkt an die vielen Opfer!”
Ich werden ab heute und nach diesen schweren Worten ohne ein schlechtes
Gewissen nicht mehr einkaufen fahren koennen. Ich werde taeglich eine
Gedenkminute einlegen fuer all die Opfer, die nur aus purer
Bequemlichkeit nicht vom Dorf 5 km in die Stadt laufen wollen oder per
Fahrrad fahren.
Ich finde es sowieso unerhoert: z.B. Alleinerziehende Muetter mit 2
Kindern fahren doch tatsaechlich mit dem Auto zum Einkaufen!! - Waere
es nicht viel schoener, wenn Sie dies mit einem Handkarren taeten?
> > Schoen, wenn man schnell die Notwendigkeiten des alltaeglichen
> > Lebens so einfach argumentativ auszuschalten versucht!
> Zu schnell fahren und dadurch andere Menschen gefährden ist _keine_
> Notwendigkeit des alltäglichen Lebens.
Unsere Gesellschaft (z.B. auf dem Land) hat sich dahingehend
entwickelt, dass das Auto ein MUSS wurde. Keine Tante Emma-Laeden
sorgen eben fuer ein erhoehtes Beduerfnis nach einem Transportmittel…
Und danke wieder fuer den argumentativen Kurzschluss schneller fahren =
“schnell fahren” = “Menschen gefaehrden”
Gott sei Dank gibt es doch noch ein paar Schattierungen im Leben
> Noch nicht einmal das
> Autofahren
> an sich ist eine Notwendigkeit (die meisten Bewohner dieses Landes
> besitzen kein Auto und leben trotzdem)
Dann schau Dir mal die Abhaengigkeiten von Automobilen insgesamt an.
Waren werden per Individualverkehr in die entlegensten Nester gebracht.
Selbst die Alten sind auf Autos angewiesen (z.B. auf dem Land), oder
heisst es “Essen auf Fahrraedern”? oder “Essen per Bahn”? oder “Essen
per Bote”?