Re: Rauchen? - Jahreswechsel: Handy-Verbot am Steuer

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> > Ich empfinde es als traurig wenn Autofahrer durch solche
> > Maßnahmen auf ihr gefährdendes Verhalten aufmerksam gemacht
> > werden müssen.
> Ich empfinde es als traurig, wenn ich nicht mit meinem Verstand
> selber entscheiden darf, wie schnell ich fahren darf.
wenn dein Verstand entscheidet “Rasen um jeden Preis”, dann finde ich
es ziemlich ok, wenn dein Verstand durch gesetzliche Regelungen in
Verbindung mit administrativen Akten in sinnvolle Schranken verwiesen
wird.
> “Angepasste Geschwindigkeit” heisst bei mir nicht, nachts um 2:00
> Uhr mit 50 durch ein menschenleeres Dorf zu troedeln!!!! Dennoch
> stehen oftmals viele Starenkasten herum, die mich dazu ZWINGEN,
> obwohl niemand gefaehrdet wird, wenn man nun nachts um 2:00 Uhr
> mit 65 durch die Ortschaft faehrt.
die “Radarfallen” zwingen dich nicht. du kannst auch schneller fahren
wenn du willst, du mußt nur mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.
Mal abgesehen davon, daß dir diese Geschwindigkeitsübertretung eine um
lächerliche 3 Sekunden frühere Ankunftszeit beschert
> > Und betonen möchte ich noch mal: Die Geschwindigkeitswahl ist
> > alleinige Entscheidung des Fahrzeugführers, er wählt ob er sich
> > die Möglichkeit eröffnet geblitzt zu werden.
> Falsch.
Nein, richtig. Du triffst die Entscheidung. Und wenn es die falsche
sein sollte (zu hohe Geschwindigkeit), dann trägst du die Konsequenzen
(Geldstrafe, Fahrverbot, Folgekosten und -strafen eines von dir
verschuldeten Unfalls).
> Gehen wir davon aus, das ich KEINEN UNFALL bauen und NICHT
> GEBLITZT werden will. Dann kann ich NICHT alleine entscheiden, wie
> schnell ich fahren moechte: Stichwort “Blumenkaesten”,
> “Bodenwellen”, “Radarkontrollen” etc…
Du kannst alleine entscheiden, die Straßenverkehrsordnung zu
überschreiten, weil dir als Autofahrer deine Freiheit ja so wahnsinnig
wichtig ist und sie natürlich aus deiner Sicht über der Freiheit deiner
Mitbürger und natürlich erst recht über dem Recht deiner Mitmenschen
auf körperliche Unversehrtheit steht. Dummerweise ist ein
Verfassungsgrundsatz in Demokratien, daß die Freiheit des Einzelnen da
aufhört, wo sie die Freiheit eines anderen tangiert. Das heißt, wenn du
deine Freiheit ausnutzen willst, droht der Staat zu recht mit
Konsequenzen. Ob du aber diese Konsequenzen trägst oder es durch eine
vernünftige Fahrweise gar nicht erst zu einem Eingreifen des Staates
kommen läßt, ist _deine_ Entscheidung. Du trägst die Verantwortung für
deine Fahrweise, nicht der Verkehrsminister und nicht der Mensch, der
die Verkehrsüberwachung durchführt
> > Also an alle Raser: nicht jammern, ihr könntet ja auch langsamer
> > fahren…
> Ich koennte ja auch zu Fuss gehen.
Könntest du auch
> Ich koennte die Einkaeufe fuer die Familie auch mit dem Fahrrad
> taetigen (schoener Gedanke)
auch das wäre möglich
> … leider geht das eben nicht ohne grossen Aufwand!
ach du ärmster. Und für deine Bequemlichkeit dürfen natürlich ein paar
Kinder, Rentner, Fußgänger geopfert werden. Und wenn der Staat dazu
nicht bereit ist, beschränkt er deine Freiheit. Jaja
> Und viele Menschen haben eben groessere Probleme als dass
> “langsamer fahren” etwas helfen koennte
Diesem Satz muß ich zustimmen
> Schoen, wenn man schnell die Notwendigkeiten des alltaeglichen
> Lebens so einfach argumentativ auszuschalten versucht!
Zu schnell fahren und dadurch andere Menschen gefährden ist _keine_
Notwendigkeit des alltäglichen Lebens. Noch nicht einmal das Autofahren
an sich ist eine Notwendigkeit (die meisten Bewohner dieses Landes
besitzen kein Auto und leben trotzdem)

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