Re: Rauchen ist Körperverletzung ! - Retten die Raucher die GeldKarte?

rauchenabe es sogar mal erlebt, dass ein “millitanter Nichtraucher”
> mich aufgefordert hat, meine Kippe auszumachen. Wir waren erst in
> einem Lokal. Da hat es ihn gestört, als ich eine rauchen wollte. Da
> habe ich die Zigarette aus gemacht. Später bin ich extra an die
> frische Luft gegangen und habe mir wieder eine Zigarette angezündet,
> da kam die gleiche Pfeife an und wollte, dass ich die Zigarette
> ausmache. Er konnte sie nichtmal riechen, weil ich im Luftzug sass
> und er gar nichts davon riechen konnte. Naja, wäre er nicht
> vorbeigekommen, hätte er auch nichts mitbekommen. Dennoch hat er so
> getan, als würde es ihn stören. Ich bin dann ein paar Meter weiter
> gewandert, um ihn nicht zu stören, aber dieser Schlaumi ist mir
> einfach gefolgt und wollte mir eine weitere Belehrung geben, wie
> schädlich das Rauchen ist. Wenn ich nicht so ein friedlicher und
> toleranter Zeitgenosse wäre, dann hätte ich ihm einfach eine
> reingehauen. Aber so habe ich mir wieder mal angehört, was das
> Rauchen alles an schädlichen Folgen hat und wie sehr es ihn stört.
> Ich habe nur gefragt, warum er mir dann gefolgt sei. Es war ziemlich
> unhöflich, dass er dann ohne Antwort verschwunden ist…
Mag alles sein, aber letztendlich bist Du selbst dafür
verantwortlich, denn Du hast Dich in die Situation gebracht ein
Raucher zu sein. Jeder Mensch wird als Nichtraucher geboren, und
deshalb sehe es als Dein Problem vielmehr Deine Pflicht an, Deine
nichtrauchenden Mitmenschen, die für Deine Situation nichts können
mit diesem Problem unbehelligt zu lassen.

Re: Rauchen ist Körperverletzung ! - Retten die Raucher die GeldKarte?

> > Wenn Euch verrauchte Kneipen stören … geht in andere Lokalitäten.
>
> Das ist ja auch sehr tolerant. Es gibt auch so viele Kneipen
> und Restaurants, in denen nicht geraucht wird. War das schön,
> als ich mal in Australien oder bestimmten Orten in den USA war,
> wo das Rauchen in Kneipen verpönt und im Restaurant verboten war.
Eben, ohne verbot scheint der Markt an gestörten Nichtrauchern die
dann in einer Kneipe ohne Rauch gehen so klein zu sein das es sich
nicht lohnt diese Kneipe aufzumachen.
(P.S. gestört ist hier auf die Störung durch den Rauch bezogen und
definitiv nicht als Geistesproblem.)
> Der Punkt ist aber der: entweder leidet der Raucher - oder der
> Nichtraucher. Der Raucher leidet, wenn er nicht rauchen darf und
> somit seiner Sucht nicht nachkommen kann .
> Der Nichtraucher leidet, wenn rauchen erlaubt ist und die
> Raucher ihrer Sucht nachgehen.
Der Raucher kann IMHO zumindest in der BRD seiner Sucht nachkommen,
auch wenn er dann aus Rücksicht auf andere mal 1 Stunde auf die
weitere Zigarette verzeichten muß.
So lange sollte eigentlich jeder seine Sucht in Grenzen halten
können:-)
> Und da kann man sich schon fragen: weshalb denkst Du eigentlich,
> dass die Raucher automatisch das Recht haben, an beliebten Plätzen
> ihrer Sucht nachzugehen? Immerhin sind sie es doch, die ANDERE
> belästigen und sogar in ihrer Gesundheit bedrohen?
Denke ich eigentlich nicht, ich denke nur, wenn alle ein wenig ab und
zu geben, dann können Raucher und Nichtraucher, Bartträger und
Nichtbartträger, Rockträger und… alle nebeneinander und miteinander
Leben.
Ich muß nicht in einem Restaurant rauchen, es ist für mich angenehmer
/ bequemer, wenn ich nicht vor die Tür gehen muß, kann aber durchaus
meinen Tischnachbarn gegenüber soviel Respekt zeigen das ich für sie
darauf verzichte.
Ich muß auch in keinem Bus/Bahn rauchen, wenn ich auch sagen muß, das
ich mein Raucherabteil in 5 Stunden fahrt sehr zu schätzen weis.
Genausowenig wie ein Nichtraucher sich daran stören muß wenn jemand
auf dem Bahnsteig, an der Bushaltestelle oder auf der Straße raucht.
Das sind alles Stellen an dennen man sich aus dem Wege gehen kann
wenn man dem Rauch nicht ausgesetzt sein will.
Es ist einfach wie so oft, ein wenig “Toleranz” von allen Seiten und
das Leben könnte so problemlos sein.
>
> > Ich habe es sogar mal erlebt, dass ein “millitanter Nichtraucher”
>
> Soll ich Dir jetzt Geschichten über militante Raucher erzählen,
> die im Krankenhaus das _Nichtraucherzimmer_ vollpaffen? Auch
> schon erlebt; aber letztendlich Einzelfälle. So what?
>

Re: Rauchen ist eine Krankheit… - Special: Politik (Archiv 5)

rauchen ein geistig gesunder Mensch entwickelt Süchte
Auch an dieser Stelle zeigt sich wieder eine Unzulänglichkeit in
unserer gesellschaftlich etablierten Denkweise. Wir sprechen allzuoft
davon, dass ein Mensch krank oder gesund ist. Dieser digitale Ansatz
wird aber dem analogen Leben nicht gerecht.
Fast alle Menschen haben ihre suchtähnlichen Verhaltensweisen und
kleinen Ticks, mit denen sie bestimmte Probleme kompensieren. Die
Kunst des Lebens besteht darin, das zu tun, ohne sich oder anderen
dabei Schaden zuzufügen.
Unsere Gesellschaft tut vieles und gibt eine Menge Geld aus, um
Kranken zu helfen. Aber dafür, dass sie gar nicht erst krank werden,
wird nur ein Bruchteil dessen eingesetzt.
Diese eigentlich irrationale Verwendung von Mitteln findet seine
Entsprechung in unserer Einstellung. Wir bemitleiden die Kranken, wir
unterstützen sie, wir empfinden mit ihnen. Wenn sie die Krise
überstanden haben, beglückwünschen wir sie.
Meiner Ansicht nach wäre es besser, den Leuten immer wieder und
wieder vor Augen zu führen, dass sie sich gefälligst gesund zu halten
hätten und dass sie Idioten und Versager sind, wenn sie es nicht
schaffen. Ein gebrochenes Bein beim Skifahren sollte keine Trophäe
sein, sondern ein Zeichen geistiger Armut. Kreislaufprobleme aufgrund
von Bewegungsmangel sollten dasselbe Unverständnis hervorrufen, als
ob jemand dreimal am Tag mit dem Kopf gegen die Wand rennt und dann
über Migräne jammert.
Es gibt Beispiele dafür, dass man mit dieser Art von
gesellschaftlichem Druck etwas bewirken kann. Nach der Einführung der
Gurtpflicht etwa galt es als cool, nicht angeschnallt zu sein. Der
Rebell im Auto, freie Fahrt für freie Bürger. Heute gilt man
allenthalben als minderbemittelt, wenn man so fahrlässig handelt. So
einen Wandel der Ansichten würde ich mir auch an anderen Stellen
wünschen.
cu

Wann geht Rauchen andere was an? - Die letzte Zigarette

rauchenhen geht nicht nur die betreffende Person etwas an.
Aber nur dann, wenn andere durch den Rauch belästigt oder in ihrer
Gesundheit beeinträchtigt werden. Ansonsten geht es niemanden etwas
an.
In einem freien Land darf niemand dazu gezwungen werden, sein Leben
am maximalen Nutzen für “die Gesellschaft” auszurichten. Vielmehr
darf gar nicht “die Gesellschaft” als “Geschädigte” auftreten, wenn
es darum geht, individuelles Verhalten zu beschränken, sondern nur
andere Individuen. Wenn beispielsweise andere durch Verbrechen
geschädigt werden, die man deshalb zu Straftaten erklärt, oder sie
eben durch Nebenwirkungen individuellen Verhaltens geschädigt werden
(hier: Rauch). Solche Dinge wie unterschiedliche Gesundheitskosten
u.ä. müssen im Rahmen individueller Lebensführung hingenommen werden
(ggf. etwas höhere Kassenbeiträge, dafür geringere Rentenbeiträge).
Sonst könnte man auch gleich irgend eine DIN-Norm für Lebensführung
erlassen, der jeder zu folgen hätte.
Freiheit bedeutet: Jeder kann tun und lassen was er will, so lange er
damit keinem anderen Schaden zufügt.

Meist führt Gruppenzwang zum Rauchen! - Die letzte Zigarette

rauchendas wirklich so? Jeder Raucher hat sich doch irgendwann einmal
> aktiv und bewußt für das Rauchen entschieden.
Das werden wohl die wenigsten gewesen sein.
> aber alle jüngeren Raucher haben sich für das Rauchen entschieden,
> obwohl sie ganz genau wußten, welche negativen Auswirkungen das hat,
> denn aufgeklärt wird darüber ja nun wirklich mehr als genug.
Die Aufklärungskampangen gegen das Rauchen fanden vor etwa 15 Jahren
statt. Seitdem passiert in diese Richtung nicht mehr so viel. Ich
glaube kaum, dass die meisten dummen 14-jährigen viel von den
Gefahren des Rauchens mitbekommen haben.
Aber selbst wenn alle aufgeklärt wären; kein 14-jähriger denkt sich
von alleine “Ich könnte mir doch jetzt mal ne erst Zigarette rauchen,
macht bestimmt Spaß”.
Man wird für gewöhnlich in seinem “Freundeskreis” über Gruppenzwang,
aber auch durch Androhung von Bestrafung oder tatsächlicher
Bestrafung zum Rauchen quasi gezwungen. Mit Bestrafung meine ich hier
die soziale Ausgrenzung (”Wenn Du nicht mitmachst, kannst Du gleich
wieder gehen!”).
Für den Fall, dass man mitmacht und mitraucht, wird man mit erhöhtem
Gruppenzugehörigkeitsgefühl belohnt.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Raucher ein gestörtes
Selbstwertgefühl haben, da sie glauben, nur dann dazuzugehören, wenn
sie das tun, was “alle” tun. Sie glauben, dass sie sich über das
Rauchen identifizieren können.
> Sucht hat also sehr wohl etwas mit Eigenverantwortung zu tun.
Wenn man sowieso schon gestört ist, hilft meist nur noch eine
Therapie. Eigenverantwortung kann man von einem Süchtigen nicht
erwarten.
> Offensichtlich gibt es ja noch eine Menge Menschen die in der Lage
> sind, sich aus Eigenverantwortung gegen das Rauchen (oder auch andere
> Drogen) zu entscheiden.
Klappt bei mir bestens. Dafür halten mich aber auch viele für ein
arrogantes Arschloch. Macht mir aber nichts.
> Wenn dich jemand gezwungen hätte, über
> längere Zeit gegen deinen Willen zu rauchen, dann würde ich dir
> zustimmen.
Hat man ja: siehe oben.
> Aber sollte das nicht so sein, dann ist es _ganz_ _allein_
> deine eigene Verantwortung, daß du süchtig geworden bist. Ich kenne
> auch einige Ex-Raucher die _ganz_ _allein_ aus eigener Einsicht
> heraus was sie sich da antun, mit dem Rauchen vollständig aufgehört
> haben.
Jeder kann sich weiterentwickeln.
> Kurz gesagt: Ich halte die Tatsache, daß Raucher wie du jede
> Eigenverantwortung von sich weisen lediglich für eine billige
> Ausrede, weil sie eigentlich gar nicht aufhören _wollen_.
Es gibt keinen Grund, nicht aufzuhören. Mit Willen hat das nichts
mehr zu tun. Es ist tatsächlich eine Sucht.
Ne Kleinigkeit, die ich bisher ausschließlich bei Rauchern beobachtet
habe:
Personen, die sich in der Öffentlichkeit hinhocken (nicht im
bayerischen Sinne von “setzen”, sondern als hochdeutsches Wort) und
dabei die eine Hand / den einen Arm schützend vorm Sack halten. Die
andere Hand wird natürlich zum Quarzen benötigt.
Diese kauernde Stellung könnte man dahingehend interpretieren, dass
diese Person nach Schutz sucht.
Gruß,
Kernelpatch

Weil sie so schön greifbar sind! - Rauchen ist todschick

> …ich kann dieses unsägliche Raucherbashing nicht mehr ertragen.
> Hier wird sich eine Gruppe rausgesucht, auf der endlos rumgehackt
> werden kann. Aber keiner dieser Schreihälse protestiert gegen Autos,
> der Abgase viel eher die Lungen unser Kinder ruinieren.
Wir leben im Land der Autos. Das ginge nun wirklich nicht ;) > Niemand
> protestiert gegen die tausende von Umweltgiften (siehe Artikel “Die
> Verblödung schreitet voran”),
Vielleicht weil niemand wirklich weiß was man dagegen machen kann.
> keiner dieser Pharisäer geht nach
> Russland und protestiert gegen verrostende Atom-U-Boote.
Unsere Regierung gibt gerade einen riesigen Batzen Geld aus um einige
aus dem Wasser zu holen. Ehrlich.
> Stattdessen
> müssen diese mich ankotzenden Nichtraucher Ihr mangelndes
> Selbstbewusssein an denen auslasssen, die sich eh nicht wehren.
Weil die Zigarettenraucher ausgewiesene Schlappschwänze sind. Die
haben so kleine Eier, dass sie monatlich praktisch ohne realen Nutzen
Geld abdrücken und dabei sich noch die Gesundheit ruinieren für etwas
was sie zum Großteil selbst stört.
Ich würde vor Wut kochen bis das Problem gelöst ist, wenn es sich um
mein Geld handeln würde.
Nichts gegen echte Genußraucher (Hin und wieder eine Zigarre/Pfeife),
aber Zigaretten sind eklige und billige Scheiße.
> Und
> Ihr schlappschwänzigen Raucher hört auf, Euch permanent zu
> verteidigen, steht zu Eurer Sucht und organisiert ein komplett
> rauchfreie Woche. Der dadurch entstehende (Steuer)-Verlust wird die
> Politiker schon zur Raison bringen.
>
Welcher intelligente Mensch kann zu seiner Sucht bitte stehen?

Die Drogen Unterscheiden sich bloß - Rauchen ist todschick

> > Und das war schon immer so, ob in der Berufsschule oder
> > Wirtschaftsschule oder Realschule.
>
> Schaut man sich die Statistiken an, dann stellt man durchaus fest,
> daß der Anteil der rauchenden Schüler an “höheren” Schulen
> (Gymnasium) im Bundesdurchschnitt geringer ist als an Realschulen,
> und dort wiederum geringer als an Hauptschulen. Dieser Trend setzt
> sich natürlich auch durch die weiterführenden Schulen fort, denn mit
> einem bestimmten Schulabschluß ist natürlich auch der Weg an
> weiterführenden Schulen in einem gewissen Rahmen vorgegeben.
Dafür sind fast alle Gymnsasiasten kiffer. *g*
Nun ja, ich war nie auf einem Gymnasium, aber Saufen tun die trotzdem
viel, ich kenne ja Leute aus Gymnasien, es unterscheidet sich nicht
viel.
Und das Studenten Saufparties feiern ist wohl kein Gerücht. *g*
> Auffällig ist auch die soziale Schichtung der Gesellschaft: Raucher
> finden sich vorwiegend in den sozial schlechter gestellten Schichten,
> während in sozial besser gestellten Schichten signifikant weniger
> geraucht wird.
Die haben dafür besseren Stoff.
Vielleicht Koks? Wie war das mit den Euroscheinen und Kokainspuren?
(Ich gibs zu, das ich davon wenig Ahnung hab, ich weiß nur was in
meinem Leben so zu sehen gibt)
> Tabak und Alkohol sind in Deutschland sozial etablierte Drogen.
Ich bin zwar kein Kiffer, aber ich wäre auch dafür daß Hanf
legalisiert wird.
Allein um die Papierproduktion umzustellen, und den Baumwollmarkt zu
torpedieren (die Vereinigten Staaten sind da vorne mit dabei).
/ajk

Rauchen ist eine Krankheit… - Special: Politik (Archiv 5)

…etwas über den Zusammenhang zwischen Rauchen und Armut. Daraufhin
haben andere darauf hingewiesen, dass Rauchen eine Sucht und damit
eine Krankheit sei.
Und wißt ihr was? Ich kann den Sch*** einfach nicht mehr hören!
Rauchen mag ja eine Krankheit sein; aber gegen Krankheiten kann man
etwas tun. Der Glaube, dass es sich dabei um ein von Gott gewolltes
Schicksal handelt, sollte inzwischen überholt sein.
Was gibt es nicht alles für Entschuldigungen, mit denen in
Diskussionen wie diesen hantiert wird. Mal ist es die böse
Tabakindustrie mit ihrer Werbung, dann wieder die gesellschaftlichen
Umstände, die dem armen Menschen gar keine andere Wahl lassen als zur
Droge zu greifen.
Ist denen, die so argumentieren, eigentlich klar, was sie damit für
ein Menschenbild zeichnen? Wenn dieses Bild des hilflosen, von
äußeren Einflüsterungen und Strömungen völlig abhängigen Individuums
stimmt, dann sollte man auch so konsequent sein, die sofortige
Entmündigung zu fordern. Aber stattdessen lese ich hier immer wieder
von gesellschaftlichen Utopien, die auf dem genauen Gegenteil
aufbauen.
Entscheidet euch endlich mal.
cu

Re: Rauchen ist eine Krankheit… - Special: Politik (Archiv 5)

rauchen, oder zumindest ich nicht, behauptet Sucht sei etwas
deterministisches.
Aber das Sucht eine Krankheit ist sollte klar sein, oder? Und das
Abhängigkeit nur mangelde Willenskraft ist ist eigentlich auch nicht
mehr die Auffassung die dem aktuellen Wissenstand und Definitionen
aktuell ist, sogar in den USA.
Es ist eine psychsomatische Krankheit, die sich eben gerade über die
mangelnde Fähigkeit sich selbst zu kontrollieren definiert wird.
Z.B.:
> Sucht ist in erster Linie ein psychisches Problem, mit in der Regel bald
> auftretenden sekundären, körperlichen und sozialen Folgen. Sucht ist
> gekennzeichnet durch einen eigengesetzlichen Ablauf und durch den fortschreitenden
> Verlust freier Verhandlungsfähigkeit und Kontrolle über das eigene Verhalten.
> Sucht liegt dann vor, wenn eine prozesshafte Abfolge in sich gebundener
> Handlungen kritisch geprüfte, sorgfältige und folgerichtig gesteuerte
> Handlungsabläufe ersetzt. Sucht ist stets Krankheit.”
> http://www.dhs.de/daten_suchtdefinition.html
Man kann gegen Süchte angehen, jedoch kann das nicht jedermann und zu
jeder Zeit. Wenn du jemanden seine Sucht vorwirfst und ihm mangelnde
Disziplin vorwirfst ist das so ähnlich als würdest du einem
Depressiven sagen: “Jetzt reiss dich endlich zusammen.” Das ist
unrealistisch, überheblich, kontraproduktiv und auch assi.
Nikotinsucht mag da zwar noch ein Grenzfall sein, da zumindest die
körperliche Abhängigkeit sehr schwach ist, das ändert aber nichts
daran dass die psychische Komponente sehr stark ausgeprägt sein kann.

völlig am ziel vorbei… - Rauchen ist todschick

rauchen diese aktion - egal, woher das geld kommt und ob
unterschwellig zum rauchen animiert wird.
auf dem schulhof muss man dazugehören. irgendetwas muss einen
interessant machen. ohne gute noten, die richtigen klamotten, gutes
aussehen, etc. bleibt einem nicht mehr viel. dann wenigstens bei “den
coolen” in der raucherecke stehen, das zusammengehörigkeitsgefühl in
der gruppe der raucher ist nicht zu unterschätzen.
so einfach ist das doch. kein dreizehnjähriger raucht/raucht nicht,
weil es in irgendeiner zeitschrift eine anzeige gibt.
wie soll ich mir das vorstellen?:
“Nein, ich gehe heute nicht mit zum Rauchen. In der Bravo war ne
Anzeige, die sagen da, dass das nicht gut für mich ist.”
Hä?
dann lieber im biounterricht in die lungenklinik fahren oder die
fiesen schwarzen lungen zeigen. ohne ordentlichen schock ist da doch
nichts zu machen. für wie blöd hält man denn die jugendlichen? jedem
ist doch klar, dass das schädlich ist: es steht auf der packung.
hängt erstmal die zigarettenautomaten ab und verkauft nur noch an
volljährige. das bringt bestimmt keinen 100%igen erfolg, aber
schränkt doch schon mal ein.
und dann nehmt das geld der ziggi-industrie und macht den eltern
klar, dass sie sich um ihren nachwuchs mehr sorgen machen sollen als
um einen darsteller aus gute zeiten-schlechte zeiten oder ihre
aktienkurse.
wenn erziehung nicht ausreichend stattfindet, kann man später auch
nicht mehr viel retten.
ein ehemaliger schüler/raucher