Re: Rauchen ist eine Krankheit… - Special: Politik (Archiv 5)

rauchen, oder zumindest ich nicht, behauptet Sucht sei etwas
deterministisches.
Aber das Sucht eine Krankheit ist sollte klar sein, oder? Und das
Abhängigkeit nur mangelde Willenskraft ist ist eigentlich auch nicht
mehr die Auffassung die dem aktuellen Wissenstand und Definitionen
aktuell ist, sogar in den USA.
Es ist eine psychsomatische Krankheit, die sich eben gerade über die
mangelnde Fähigkeit sich selbst zu kontrollieren definiert wird.
Z.B.:
> Sucht ist in erster Linie ein psychisches Problem, mit in der Regel bald
> auftretenden sekundären, körperlichen und sozialen Folgen. Sucht ist
> gekennzeichnet durch einen eigengesetzlichen Ablauf und durch den fortschreitenden
> Verlust freier Verhandlungsfähigkeit und Kontrolle über das eigene Verhalten.
> Sucht liegt dann vor, wenn eine prozesshafte Abfolge in sich gebundener
> Handlungen kritisch geprüfte, sorgfältige und folgerichtig gesteuerte
> Handlungsabläufe ersetzt. Sucht ist stets Krankheit.”
> http://www.dhs.de/daten_suchtdefinition.html
Man kann gegen Süchte angehen, jedoch kann das nicht jedermann und zu
jeder Zeit. Wenn du jemanden seine Sucht vorwirfst und ihm mangelnde
Disziplin vorwirfst ist das so ähnlich als würdest du einem
Depressiven sagen: “Jetzt reiss dich endlich zusammen.” Das ist
unrealistisch, überheblich, kontraproduktiv und auch assi.
Nikotinsucht mag da zwar noch ein Grenzfall sein, da zumindest die
körperliche Abhängigkeit sehr schwach ist, das ändert aber nichts
daran dass die psychische Komponente sehr stark ausgeprägt sein kann.

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