Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…
Hallo,
vielleicht noch eine kleine Ergänzung des ansonsten guten Beitrags:
Nicht der Gestank macht handeln erforderlich, sondern die Tatsache,
dass der Tabakrauch große Mengen sog. Kanzerogene beinhaltet und
somit einen extrem giftigen Luftschadstoff ergibt.
Was die Wirkung von Kanzerogen betrifft:
Es gibt keine unschädlichen Mengen. Beim Kontakt einer Körperzelle
mit einem kanzerogenen Stoff bildet sich sofort eine sog.
“Krebskeimanlage”. Der Grund dafür, dass nicht jeder unmittelbar und
sofrt an Krebs erkrankt liegt am Immunsystem des Körpers und an der
Tatsache, dass Körperzellen eine begrenzte Lebensdauer haben. Bei
“normaler” Belastung ist also ein gewisser Schutz vorhanden.
Tabakrauch enthält jedoch sehr hohe Mengen unterschiedlicher
Kanzerogene, die eine sog. “Summationswirkung” haben - d.h. sich in
ihrer Schadwirkung verstärken. Dabei muss man noch zwischen
Kanzerogenen unterscheiden, die Krebsbildend sind und solchen, die
dessen Behandlung erschweren oder unmöglich machen.
Was viel Raucher nicht wissen oder verdrängen ist die Tatsache, dass
die größte Schadwirkung vom sog. Nebenstromrauch ausgeht (das ist der
Rauch, der an der Spitze der Zigarette entsteht). Das ist nun auch
genau der Rauch, den die sog. “Passivraucher” abkriegen und der den
weitaus größten Teil des von der Zigarette verursachten Rauchs
stellt. Der vom Raucher inhalierte Hauptsromrauch ist bedeutend
ungefährlicher, das er bereits durch das häufig vorhandene
Filterstück und die Lunge des Rauchers “entschärft” wurde - er ist
aber immer noch in beachtlicher Menge mit Schadtsoffen durchsetzt.
Randnotiz: Ein Raucher, der täglich eine Schachtel Zigaretten raucht,
hat nach einem Jahr soviel Teer in seiner Lunge angesammelt, wie in
einer Tasse Kaffee passt.
Genau diese Nebenstromrauch - den der Raucher nicht verhindern kann -
verursacht also die schlimmsten Schäden und ist gerade für Nieraucher
besonders gefährlich. Neben einer sofortigen Veränderung des
Blutdrucks sind häufige Akutsymptome Kopfschmerz, Augenbrennen,
Nasenjucken, Heiserkeit, Halsschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Diese
Symptome setzen bereits unterhalb der Wahrnehmungsschwelle ein (z.B.
wenn Tabakrauch durch Türritzen oder Fensterritzen in Räume
eindringt. Die Spätfolgen sind aber weitaus dramatischer und reichen
von chronischer Bronchitis über Asthma bis hin zu Allergien,
Herz-/Kreislauferkrankungen und Krebs.
Grüße,
OxnoxO