Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

Hallo,
ich hatte erst etwas mehr zu Deinem Posting geschrieben, jedoch hat
mir der IE einen Streich gespielt. Da das vorhergehende von Dir wenig
interessant war, Tatsachen verdreht hat, spare ich mir das
Neuschreiben an dieser Stelle. Interessanter sind Deine Ansichten im
Folgenden:
> Jetzt wirds schwierig.
> Raucher sind i.d.R. Genußmenschen
Nein. Raucher sind i.d.R. Suchtkranke. Der subjektiv empfundene
Genuss entsteht durch chemische Reaktionen im Gehirn des Rauchers,
die durch Bestandteile des Tabakrauchs (hauptaktive Substanzen
Nikotin und Acetaldehyd) ausgelöst werden.
Objektiv betrachtet ist Tabakrauch ein besonders aggressiv stinkender
Luftschadstoff, der i.d.R. sofort Spontanreaktionen wie Husten,
Augenbrennen, Kopfschmerz, Übelkeit, Kratzen im Hals o.ä. verursacht.
> und damit Kernzielgruppe der
> Gastronomie.
Falsch. Hauptzielgruppe der Gastronomen sind Menschen, die gerne gut
Essen und Trinken und sich dabei (meistens) auch durch guten Service
verwöhnen lassen möchten. Die Hauptzielgruppe sind nicht Raucher -
auch wenn man das angesichts von nur 4% nichtrauchergeeigneter
Gastronomie in Deutschland annehmen könnte.
Das die Gastronomien aber der Fehleinschätzung unterliegen, dass sie
Rauchen erlauben müssen, um im Geschäft bleiben zu können, liegt
daran, dass in Deutschland durch die Verbände des Gastgewerbes eine
Atmosphäre der Angst vor sauberer Luft geschürt wird. Besonders hat
sich hier der DEHOGA der Verbreitung von (mittlerweile bewiesenen)
Lügen und frei Erfunden Zahlen als Brandstifter heruaskristallisert.
Pressesprecher Schnerr, Präsident Fischer und die “Nummer 2.” Hartges
betätigen sich im großen Stil als Demagogen.
> Insbesondere in Kneipen (ich hatte selbst mal eine) ist
> der Anteil an Rauchern im Publikum sehr hoch, und das weniger, weil
> Nichtraucher Kneipen wegen des Rauchs meiden.
Genau. Nun führts Du Dich selber zum Kernpunkt. Kneipen werden
vornehmlich von Rauchern besucht, weil Nichtraucher diese Orte meist
meiden. Das bedeutet, dass die Kneipiers ihr Geschäftsmodell also
lieber an einer Minderheit ausrichten (weniger als 1/3 Anteil an der
Bevölkerung) als einen potenziellen Markt von 70 Millionen Menschen
zu erschließen - ganz schön dumm!
> Somit ist - Deiner Argumentation folgend - Kellner ein
> “Risiko-Beruf”, genau wie Angestellter in einem Atomkraftwerk, wo man
> trotz hoher Sicherheits-Standards erhöhter Strahlung ausgesetzt ist.
> Es möge jeder selbst entscheiden, ob er sich dem aussetzt.
Nein. Der Vergleich hinkt schon deshalb, weil der Kellner jeden Tag
und jede Stunde seiner Arbeitszeit mit krebserzeugenden Stoffen
traktiert wird. Er wird außerdem vor dem Gesetz als Mensch 2. Klasse
gehandelt, da er nicht wie alle anderen Angestellten ein Recht auf
rauchfreie Luft hat (

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

> > Jetzt wirds schwierig.
> > Raucher sind i.d.R. Genußmenschen
>
> Nein. Raucher sind i.d.R. Suchtkranke. Der subjektiv empfundene
> Genuss entsteht durch chemische Reaktionen im Gehirn des Rauchers,
> die durch Bestandteile des Tabakrauchs (hauptaktive Substanzen
> Nikotin und Acetaldehyd) ausgelöst werden.
Das Eine schließt das andere keineswegs aus.
Zum Einen: Subjektiv empfundener Genuss ist Genuss. Wie sonst könnte
man Genuss definieren?
Zum Anderen: Raucher sind nach meiner Erfahrung Menschen, die auch
andere Dinge gern geniessen. Zum Beispiel Essen oder Trinken. Das
Gegenteil dazu ist der Mensch, der Nahrungsaufnahme als Notwendigkeit
betrachtet, und nicht der Suchtkranke.
Das Raucher i.d.R. Suchtkranke sind, wird dadurch nicht
ausgeschlossen.
> > und damit Kernzielgruppe der
> > Gastronomie.
>
> Falsch. Hauptzielgruppe der Gastronomen sind Menschen, die gerne gut
> Essen und Trinken und sich dabei (meistens) auch durch guten Service
> verwöhnen lassen möchten. Die Hauptzielgruppe sind nicht Raucher -
> auch wenn man das angesichts von nur 4% nichtrauchergeeigneter
> Gastronomie in Deutschland annehmen könnte.
>
> Das die Gastronomien aber der Fehleinschätzung unterliegen, dass sie
> Rauchen erlauben müssen, um im Geschäft bleiben zu können, liegt
> daran, dass in Deutschland durch die Verbände des Gastgewerbes eine
> Atmosphäre der Angst vor sauberer Luft geschürt wird. Besonders hat
> sich hier der DEHOGA der Verbreitung von (mittlerweile bewiesenen)
> Lügen und frei Erfunden Zahlen als Brandstifter heruaskristallisert.
> Pressesprecher Schnerr, Präsident Fischer und die “Nummer 2.” Hartges
> betätigen sich im großen Stil als Demagogen.
Ok, laß uns differenzieren:
Im Hinblick auf Restaurants magst Du Recht haben.
Ich habe mich in meinen Ausführungen aber auf Kneipen konzentriert.
>
> > Insbesondere in Kneipen (ich hatte selbst mal eine) ist
> > der Anteil an Rauchern im Publikum sehr hoch, und das weniger, weil
> > Nichtraucher Kneipen wegen des Rauchs meiden.
>
> Genau. Nun führts Du Dich selber zum Kernpunkt. Kneipen werden
> vornehmlich von Rauchern besucht, weil Nichtraucher diese Orte meist
> meiden. Das bedeutet, dass die Kneipiers ihr Geschäftsmodell also
> lieber an einer Minderheit ausrichten (weniger als 1/3 Anteil an der
> Bevölkerung) als einen potenziellen Markt von 70 Millionen Menschen
> zu erschließen - ganz schön dumm!
Du solltest nochmal lesen, was ich geschrieben habe: “und das
weniger,…”
Ich habe Raucher als Genussmenschen beschrieben. Dies beinhaltet eine
gewisse Unvernunft (im wertfreien Sinne).
Es ist nicht vernünftig, in der Kneipe ein Bier zu trinken, wo man es
doch zuhause (vielleicht mit Freunden beim Grill) zu einem Fünftel
des Kneipenpreises tun könnte.
Das interessiert den Genussmenschen aber nicht.
Er möchte sein Bier frisch gezapft und im Kreise Gleichgesinnter
trinken.
Daher der hohe Raucheranteil in Kneipen.
Und was die 70 Millionen angeht:
Wenn ein Drittel der Bevölkerung Raucher sind, dann sind das ca 27
Millionen.
Verbleiben 53 Millionen abzüglich Minderjähriger abzüglich derer, die
als Nichtraucher trotzdem in die Kneipe gehn als potenzielle Kunden.
>
> > Somit ist - Deiner Argumentation folgend - Kellner ein
> > “Risiko-Beruf”, genau wie Angestellter in einem Atomkraftwerk, wo man
> > trotz hoher Sicherheits-Standards erhöhter Strahlung ausgesetzt ist.
> > Es möge jeder selbst entscheiden, ob er sich dem aussetzt.
>
> Nein. Der Vergleich hinkt schon deshalb, weil der Kellner jeden Tag
> und jede Stunde seiner Arbeitszeit mit krebserzeugenden Stoffen
> traktiert wird. Er wird außerdem vor dem Gesetz als Mensch 2. Klasse
> gehandelt, da er nicht wie alle anderen Angestellten ein Recht auf
> rauchfreie Luft hat (

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

> Subjektiv mag Deine Ansicht stimmen, obwohl sie impliziert, dass
> Nichtraucher keine Genussmenschen sind, was völliger Humbug ist.
Wollte ich damit auch nicht sagen. Natürlich gibt es auch viele
nichtrauchende Genussmenschen.
> Rein wissenschaftlich lässt sich übrigens noch anführen, das Raucher ein
> stark reduziertes Geschmacksempfinden haben, da die Geschmacksnerven
> im Mund und die Geruchsrezeptoren aufgrund der Traktierung mit den
> Inhaltsstoffen von Tabakrauch nur bedingt und im Gegensatz zum
> Nichtraucher eingeschränkt funktionieren - er also ein anderes,
> subjektiv betrachtet weniger ausgeprägtes Genussempfinden hat.
Objektiv betrachtet wäre richtig. Der Raucher merkt ja nicht, daß ein
Nichtraucher mehr empfinden würde. Subjektiv genießt er also
gleichermaßen.
> Glaubst Du ernsthaft, dass Du das Risiko gleich setzen kannst? Ich
> empfehle Dir die Lektüre von Fachliteratur zum Thema. Selbst wenn es
> so wäre - was ich aus dem Bauch heraus bezweifle (ist nicht mein
> Fachgebiet) - dann ist dies weder Rechtfertigungsgrund loch
> Legitimation.
Ich denke, nach allem, was ich gelesen habe, und was in den 80ern
stark diskutiert wurde, daß der AKW-Mitarbeiter das deutlich höhere
Risiko hat.
(Leider redet da heute keiner mehr drüber, seit die Grünen zur
Mit-Regierungs-Partei degeneriert sind)
>
> BTW: Laut Arbeitsschutzgesetz hat jeder Arbeitnehmer das Recht,
> seinem Arbeitsplatz fern zu bleiben, wenn Gefahr für Leib und Leben
> besteht (genauer Wortlaut kann z.B. bei “bundesrecht.juris.de”
> nachgelesen werden.
Stimmt. Ändert aber nichts daran, daß manche Berufe nun mal
risikobehaftet sind.
Sprengkommando, Stuntman, Sicherheitsdienst, ja, sogar Fußballer.
Klar können die ihrer Arbeit fernbleiben. Nur dann haben sie keine
mehr.
Ich bleibe dabei: Es möge jeder selbst entscheiden, was er sich
zumutet.
>
> Eine andere Alternative wäre aber zum Beispiel das Experimentieren:
> Einführen von rauchfreien Tagen oder Abenden um die Kundschaft zu
> “konditionieren”, Nachfrage zu schaffen und neues Publikum
> anzulocken. Man könnte sowas am Anfang einmal pro Monat und bei
> Akzeptanz öfter machen - wäre doch auch ein Weg.
Das ist nun wirklich mal ne klasse Idee!
Schade, daß ich keine Kneipe mehr habe. Ich wäre dabei.
Ich bezweifle zwar nach wie vor den Erfolg einer solchen Aktion, aber
das gäbe auf jeden Fall verläßliche Ergebnisse.
Das solltest Du weiter propagieren.
Grüße,
Fairplay

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

Hallo,
vielleicht noch eine kleine Ergänzung des ansonsten guten Beitrags:
Nicht der Gestank macht handeln erforderlich, sondern die Tatsache,
dass der Tabakrauch große Mengen sog. Kanzerogene beinhaltet und
somit einen extrem giftigen Luftschadstoff ergibt.
Was die Wirkung von Kanzerogen betrifft:
Es gibt keine unschädlichen Mengen. Beim Kontakt einer Körperzelle
mit einem kanzerogenen Stoff bildet sich sofort eine sog.
“Krebskeimanlage”. Der Grund dafür, dass nicht jeder unmittelbar und
sofrt an Krebs erkrankt liegt am Immunsystem des Körpers und an der
Tatsache, dass Körperzellen eine begrenzte Lebensdauer haben. Bei
“normaler” Belastung ist also ein gewisser Schutz vorhanden.
Tabakrauch enthält jedoch sehr hohe Mengen unterschiedlicher
Kanzerogene, die eine sog. “Summationswirkung” haben - d.h. sich in
ihrer Schadwirkung verstärken. Dabei muss man noch zwischen
Kanzerogenen unterscheiden, die Krebsbildend sind und solchen, die
dessen Behandlung erschweren oder unmöglich machen.
Was viel Raucher nicht wissen oder verdrängen ist die Tatsache, dass
die größte Schadwirkung vom sog. Nebenstromrauch ausgeht (das ist der
Rauch, der an der Spitze der Zigarette entsteht). Das ist nun auch
genau der Rauch, den die sog. “Passivraucher” abkriegen und der den
weitaus größten Teil des von der Zigarette verursachten Rauchs
stellt. Der vom Raucher inhalierte Hauptsromrauch ist bedeutend
ungefährlicher, das er bereits durch das häufig vorhandene
Filterstück und die Lunge des Rauchers “entschärft” wurde - er ist
aber immer noch in beachtlicher Menge mit Schadtsoffen durchsetzt.
Randnotiz: Ein Raucher, der täglich eine Schachtel Zigaretten raucht,
hat nach einem Jahr soviel Teer in seiner Lunge angesammelt, wie in
einer Tasse Kaffee passt.
Genau diese Nebenstromrauch - den der Raucher nicht verhindern kann -
verursacht also die schlimmsten Schäden und ist gerade für Nieraucher
besonders gefährlich. Neben einer sofortigen Veränderung des
Blutdrucks sind häufige Akutsymptome Kopfschmerz, Augenbrennen,
Nasenjucken, Heiserkeit, Halsschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Diese
Symptome setzen bereits unterhalb der Wahrnehmungsschwelle ein (z.B.
wenn Tabakrauch durch Türritzen oder Fensterritzen in Räume
eindringt. Die Spätfolgen sind aber weitaus dramatischer und reichen
von chronischer Bronchitis über Asthma bis hin zu Allergien,
Herz-/Kreislauferkrankungen und Krebs.
Grüße,
OxnoxO

Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

Das Rauchen der Gesundheit schadet, ist unstrittig (abgesehen von der
positiven Wirkung auf Alzheimer-Patienten).
Nach all dem, was hier so geschrieben wurde, möchte ich jedoch ein
paar Dinge zu bedenken geben:
1. Als Hauptrisiko wird gemeinhin Krebs genannt.
Ob man an Krebs erkranken kann, ist meines Wissens zunächst mal
genetisch bedingt. Es gibt viele Menschen, deren Körper gar keine
Wucherzellen entwickeln können.
Gehöre ich jedoch zu der anderen Gruppe, so ist Rauchen für mich
krebsfördernd.
Nicht unumstritten ist, ob das auch für den Verzehr angebrannter
Speisen oder Süßstoff gilt. (da gibt es noch einiges mehr)
Unumstritten ist hingegen, daß Radioaktivität stark krebsfördernd
ist.
Jeder, der also älter als 18 Jahre ist, hat durch das verunglückte
Tschernobyl-Experiment soviel Strahlung abbekommen, daß sein
Krebsrisiko erheblich gestiegen ist, auch wenn er nicht raucht.
Ich erinnere daran, daß unsere damalige Regierung kurzerhand per
Gesetz / Verordnung die erlaubten Grenzwerte hochsetzte, um die
Katastrophe kleinzuhalten.
2. Es wird oft wirtschaftlich argumentiert.
–> Raucher belasten die Krankenkasse.
Obwohl das natürlich stimmt, ist die Argumentation schwachsinnig,
denn:
Raucher entlasten die Rentenkasse (zynisch, aber wahr)
und: Raucher zahlen unglaublich viele Steuern.
Würden von heute auf morgen alle Raucher zu Nichtrauchern, dann
hätten wir ein ernstes wirtschaftliches Problem!
3. Alles, was potenziell gesundheitsschädlich ist, ist zu meiden???
Dann möchte ich die Forenteilnehmer erstmal darauf aufmerksam machen,
daß stundenlanges Sitzen am PC potenziell Rückenprobleme
(=Volkskrankheit Nr.1) verursacht.
Autofahren ist bitte in Zukunft zu vermeiden.
Alkoholkonsum sowieso.
Bitte keine gefährlichen Sportarten mehr (wo fängt “gefährlich”
eigentlich an? Ein Freund von mir hat sich sein Knie für alle Zeiten
beim Fußballspielen ruiniert)
Zu ungeschütztem Sex muß ich wohl nix sagen…..
Und bitte keine Bergwanderungen mehr…..etc., etc.
Ich halte mal folgendes dagegen:
LEBEN ist nicht nur riskant, sondern zu 100 % tödlich!
Wer legt eigentlich fest, daß nur ein langes Leben ein erfülltes
Leben ist???
(oder platter ausgedrückt: Wer nicht raucht, stirbt gesünder. Toll!)
4. Warum rauchen Menschen? Oder allgemeiner: Warum nehmen Menschen
Drogen?
Weil sie hoffen, dadurch ein Gefühl zu bekommen, das sie ansonsten
vermissen.
Das Streben nach Glück ist ein Menschenrecht (übrigens - soweit ich
weiß - ausgerechnet in der amerikanischen Verfassung manifestiert).
Insofern kann man allenfalls die Mittel, nicht aber die Motivation
kritisieren.
Eine Werte- und perspektivlose Gesellschaft tut ein Übriges, um eine
“Flucht-vor-der-Realität-Motivation” zu erzeugen.
Besser wäre es natürlich, sich der Realität zu stellen, zu versuchen,
diese zu verändern, aber nicht jeder Mensch ist stark.
5. Toleranz tut not!
Würden Raucher etwas mehr darauf achten, ihre nichtrauchende Umwelt
so wenig wie möglich zu belästigen und Nichtraucher im Gegenzug
aufhören, Raucher zu verurteilen, wäre viel gewonnen.
Das läßt sich mühelos auch auf andere Bereiche übertragen.
“Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden” (Rosa
Luxemburg)
In dem Sinne,
Fairplay

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

[Fortsetzung]
> –> Raucher belasten die Krankenkasse.
> Obwohl das natürlich stimmt, ist die Argumentation schwachsinnig,
> denn:
> Raucher entlasten die Rentenkasse (zynisch, aber wahr)
> und: Raucher zahlen unglaublich viele Steuern.
> Würden von heute auf morgen alle Raucher zu Nichtrauchern, dann
> hätten wir ein ernstes wirtschaftliches Problem!
Das ist meiner Ansicht nach richtig. Aber sollte das ein Grund sein,
das Rauchen zu propagieren oder auch nur zu verteidigen? Die
Volksgesundheit ist wichtiger als das wirtschaftliche Wohlergehen
dieser Bundesrepublik. Wer das anders sieht, hat meines Erachtens
nicht verstanden, was Wirtschaft eigentlich leisten soll. Wenn es
irgendwann hoffentlich keine Raucher mehr geben sollte, werden wir
einen Weg finden, mit den wirtschaftlichen Folgen umzugehen.
> 3. Alles, was potenziell gesundheitsschädlich ist, ist zu meiden???
>
> Dann möchte ich die Forenteilnehmer erstmal darauf aufmerksam machen,
> daß stundenlanges Sitzen am PC potenziell Rückenprobleme
> (=Volkskrankheit Nr.1) verursacht.
> Autofahren ist bitte in Zukunft zu vermeiden.
> Alkoholkonsum sowieso.
> Bitte keine gefährlichen Sportarten mehr (wo fängt “gefährlich”
> eigentlich an? Ein Freund von mir hat sich sein Knie für alle Zeiten
> beim Fußballspielen ruiniert)
> Zu ungeschütztem Sex muß ich wohl nix sagen…..
> Und bitte keine Bergwanderungen mehr…..etc., etc.
Du wirfst hier Risiken völlig unterschiedlicher Größenordnung
durcheinander. Ich wiederhole gerne noch einmal, was ich in einem
anderen Posting hier schon schrieb:
Rauchen verursacht mehr Todesfälle in den Industrienationen als
Selbstmorde, Morde, AIDS, Alkohol, Verkehrsunfälle, Brände und
anderer Drogenmissbrauch (Heroin etc.) zusammengenommen!
Siehe dazu auch:
http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenbgesehen von einer recht gelungenen Klassifikation…
> > GENUSSRAUCHER, der: Die
> > Bezeichnung G. ist irreführend, da das Genussgefühl auf die
> > suchtbildende Wirkung des Nikotins zurückgeht.
>
> …Einspruch. Meine Meinung dazu: Jeder Genuss kann suchtbildend
> sein, kein Genuss muss suchtbildend sein. Jeder Genuss wird durch ein
> Neurotransmitterecho im Gehirn auf externe Stimuli gebildet, egal ob
> diese zuerst Nerven im Ohr, auf der Zunge oder auf den
> Geschlechtsorganen reizen, oder ob neuroaktive Stoffe es bis ins
> zentrale Nervensystem schaffen. Die Stimulation des Genusszentrums
> ist immer sekundär, und der Ursprung des Genusses subjektiv nicht
> relevant. Genuss ist, wenn man Genuss empfindet.
>
> Selbst Nichtraucher, kenne ich tatsächlich “Raucher”, die sich drei-,
> viermal im Jahr _eine_ Zigarette anzünden, genüsslich bei sich zu
> Hause rauchen und es dann wieder für Monate bleiben lassen. Das ist
> Genuss, nicht Sucht, wenn auch eine für mich überhaupt nicht
> nachvollziehbare.
Das stimmt, das ist nicht ganz perfekt ausgedrückt. Der Genuss stammt
ja von der Wirkung der Droge und hat erstmal nichts mit der Sucht ans
sich zu tun. (Beim echten Genussraucher.)
Allerdings wird der Begriff auch oft fälschlich verwendet. Auch
“Sucht”-Raucher reden von Genuss, wenn man sie fragt. Nur ist das
dann wohl eher darauf zurück zu führen, dass sie es als Genuss
empfinden, ihre Entzugserscheinungen los zu werden.
Ich vergleiche es dann oft mit einem Toilettenbesuch: Zunächst fühlt
man sich unwohl und empfindet dann schließlich eine gewissen Genuss
(”Erleichterung”) wenn man das Geschäft hinter sich gebracht hat,
also der Normalzustand wieder hergestellt ist.
In dem Fall ist es Absurd diesen Begriff zu verwenden, denn man
entschuldigt damit, dass man ein künstliches, zwanghaftes Bedürfnis
geschaffen hat (also das auftreten von Unwohlsein) und die Aufhebung
desselben als Genuss rechtfertigt.
Wenn ich Vanilleis Esse ist das Genuss, aber ich muss kein Vanilleeis
essen, damit es mir (wieder) gut geht.
Gruß,
Golgafrincham

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenerwechselst Relativierung mit Relativismus. Relativierung ist ein
> wichtiges Werkzeug in der wissenschaftlichen Risikoeinschätzung, denn
> es würde unseren Alltag vollständig lähmen, wenn Risiken unabhängig
> von ihrer statistischen Relevanz Berücksichtigung fänden.
>
> Der Relativismus ist eine philosophische Denkrichtung, welche in
> ihrer absoluten Form die Naturwissenschaften und sogar die gesamte
> seit der Aufklärung in der Wissenschaft etablierte
> empirisch-deduktive und logisch-induktive Vorgehensweise, an Probleme
> heranzugehen, als lediglich eine gleichberechtigte Möglichkeit von
> vielen betrachtet und damit auch der Physik nicht mehr Bedeutung und
> insbesondere auch Korrektheit zubilligt als jeder beliebigen
> mystizistischen Weltanschauung.
Also zunächst mal: Ich verwechsel das nicht.
Es war mir nur nicht klar, daß Du das differenzierst.
> Ich bin aus vielerlei Gründen ein erklärter Feind des absoluten
> Relativismus und seiner Spielarten:
>
> Erstens, weil er sich selbst widerlegt; denn wer mit solch
> destruktiver Skepsis an die Naturwissenschaften herangeht, der müsste
> die gleichen Maßstäbe erst recht an seiner eigenen Philosophie
> anlegen. Mit anderen Worten, wer abstreitet, dass die Gesetze der
> formalen Logik in irgendeiner Weise “richtiger” sein können als ein
> frei gewählter Satz an absurden Aussagen, der muss zwangsläufig zu
> dem Schluss kommen, dass es keinen Grund gibt, warum diese Ansicht
> selbst in irgendeiner Weise zutreffender sein sollte als dazu
> konträre Ansichten. Offensichtlich kann das Gedankengebäude des
> absoluten Relativismus nur entweder falsch oder für unser Leben
> völlig irrelevant sein.
Nein, so einfach ist es nicht.
Der Relativismus legt diese Maßstäbe durchaus auch bei sich selbst
an.
Er bezweifelt die Existenz einer absoluten Wahrheit und kann diese
folgerichtig auch nicht für sich selbst proklamieren.
Die “Aufklärer” von heute wären gut beraten, sich ebenso zu
verhalten.
Zum Einen sind “Wahrheiten” in der Geschichte immer wieder widerlegt,
oder sagen wir erneuert worden. Wie lange ist es her, daß die
unumstößliche Wahrheit darin bestand, daß die Erde eine Scheibe ist?
Zum Anderen hat Kant klar anerkannt, daß es Dinge gibt, die wir uns
mit unserem menschlichen Verstand nicht erklären können. Das will
heute aber kaum mehr jemand akzeptieren.
Beispiel:
Kant hat gesagt, daß wenn man die Geschichte immer weiter zurück
denkt, ein Punkt kommt, wo man nicht mehr weiter kommt. (Urknall -
wer hat geknallt?)
Daher hat er “Gott” als “notwendig zu denkendes Etwas” akzeptiert,
obwohl er Atheist war (und damit Gott als real existierend
keinesfalls anerkannt hat).
Da die Frage nicht zu klären war, hat er nicht weiter gefragt.
>
> Zweitens, weil die Durchdringung der Politik mit relativistischen
> Ideen seit Jahrzehnten massiven Schaden überall auf der Welt und vor
> allem in den Entwicklungsländern anrichtet. Beispielsweise ist es
> nach dem Relativismus nicht erlaubt, Schamanenmedizin für in
> irgendeiner Weise schlechter zu halten als das gesamte westliche
> medizinische Wissen, und zwar unabhängig von den empirischen Belegen,
> die - nach wissenschaftlichen Kriterien - ganz eindeutig darauf
> hindeuten, dass unsere Vorstellung vom menschlichen Körper, alles in
> allem, wesentlich zutreffender sein muss als diejenige der
> Schamanenmedizin.
Zumindestens ein schlechtes Beispiel.
Wenn man sich mit der Pharmaindustrie mal befaßt hat, die Krankheiten
erfindet, um ihren Profit zu steigern, setzt man hinter so eine
Aussage auf jeden Fall ein Fragezeichen.
Auch sollte man die in Hunderten oder Tausenden von Jahren gewonnene
Erfahrung von Naturvölkern nicht arrogant übergehen.
> Naturwissenschaftliche Fakten interessieren
> relativistisch denkende Menschen nur wenig, wenn überhaupt, da sie
> den Naturwissenschaften keine in irgendeiner Weise privilegierte
> Rolle gegenüber mystizistischen Lehren zubilligen. Sie übersehen
> dabei, dass sie selbst im Alltag sehr häufig nach der Methodik
> handeln, nach der unser naturwissenschaftliches Wissen erworben
> wurde. Viele westliche Entwicklungshelfer erweisen unterentwickelten
> Ländern einen Bärendienst, wenn sie die Einheimischen sogar noch
> darin bestärken, wissenschaftliche Erkenntnisse über den Menschen,
> die Natur und vieles andere für rein kulturelle Elemente zu halten,
> die es im Interesse kultureller Eigenständigkeit abzulehnen gelte.
Gut. Ablehnen im kategorischen Sinne wäre natürlich falsch.
Die Naturwissenschaften als Krönung der Erkenntnis darzustellen, ist
aber genauso daneben.
Und da setzt Erkenntnistheorie ja an:
Wir beide sehen einen Stein.
Und wir sind uns einig, daß wir einen Stein sehen.
Die Frage ist, was war das Ding, bevor es durch unseren
Erkenntnisapparat gefiltert wurde?
Wir haben alle unsere Erfahrungen und akzeptieren bestimmte
Konventionen.
Diese sind aber menschlicher Natur.
Und alle Wissenschaft beruht auf Kausalität.
Wenn die Konventionen aber falsch waren, stirbt die Kausalität.
(Die Erde ist keine Scheibe, also muß das komplette, darauf
aufbauende System neu durchdacht werden)
>
> Wer Relativismus mit Toleranz verwechselt, hat einiges nicht
> verstanden. Im Gegenteil kann gesellschaftliche Toleranz erst auf dem
> Boden der Anerkennung der Existenz objektiver Wahrheiten wie der,
> dass die Newtonsche Schwerkraftkonstante in Mitteleuropa etwa 9,81
> m/s

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [1/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenRauchen der Gesundheit schadet, ist unstrittig (abgesehen von der
> positiven Wirkung auf Alzheimer-Patienten).
Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist unstrittig. Dass Rauchen
eine positive Wirkung auf Alzheimer-Patienten habe, ist jedoch
keineswegs unstrittig. Auf Spiegel Online z.B. gab es vor einiger
Zeit ein Artikel über eine wissenschaftliche Studie, die nahelegte,
dass Rauchen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erhöht.
> Nach all dem, was hier so geschrieben wurde, möchte ich jedoch ein
> paar Dinge zu bedenken geben:
>
> 1. Als Hauptrisiko wird gemeinhin Krebs genannt.
>
> Ob man an Krebs erkranken kann, ist meines Wissens zunächst mal
> genetisch bedingt. Es gibt viele Menschen, deren Körper gar keine
> Wucherzellen entwickeln können.
Hanebüchener Blödsinn. JEDER, wirklich absolut jeder Mensch kann an
Krebs erkranken. Mehr noch, in jedem von uns bilden sich jeden Tag
ein paar Krebszellen, die jedoch normalerweise vom Immunsystem
vernichtet werden.
> Gehöre ich jedoch zu der anderen Gruppe, so ist Rauchen für mich
> krebsfördernd.
Rauchen ist für Dich (und auch für alle anderen, die Du zuqualmst)
_immer_ krebsfördernd.
> Nicht unumstritten ist, ob das auch für den Verzehr angebrannter
> Speisen oder Süßstoff gilt. (da gibt es noch einiges mehr)
Für den Verzehr angebrannter Speisen konnte das bisher nach
wissenschaftlichen Kriterien nicht nachgewiesen werden. Auf Süßstoff
bezogen wird diese Ansicht von keinem ernstzunehmenden
Wissenschaftler geteilt, da bisher keine einzige Studie eine auch nur
schwache Beziehung zwischen dem Konsum von Süßstoffen und der
Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bestätigen konnte.
Süßstoffe sind im Gegenteil stark gesundheitsfördernd, da sie den
Konsum von Zucker und damit die Verbreitung der Diabetes - ein echtes
Wohlstandsproblem gigantischen Ausmaßes - massiv reduzieren können.
> Unumstritten ist hingegen, daß Radioaktivität stark krebsfördernd
> ist.
Dieser Satz hat in dieser Form keine Aussagekraft. Richtig ist, dass
Radioaktivität Krebs mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
hervorrufen kann. Wie groß diese ist, hängt jedoch von vielen
Parametern ab: Von der Art der Strahlung ebenso wie von der Dauer der
Exposition und den betroffenen Organen. Radioaktivität ist in den
Dosen, in denen es bei uns auftritt, ein verhältnismäßig schwaches
Kanzerogen. Wäre das nicht so, würde kein Pilot alt werden, denn auf
einem einzigen 2-Stunden-Flug bekommt jeder Passagier eine Dosis ab,
die einer Röntgenuntersuchung entspricht. Mit dem Rauchen ist die
Kanzerogenität der Radiaktivität, die uns im Alltag begegnet, auf
keinen Fall zu vergleichen - da liegen Welten dazwischen.
Es ist allerdings durchaus zutreffend, dass Kontamination mit
radioaktiven Stoffen (die nicht gleichzusetzen ist mit radioaktiver
Strahlung!) u.U. sehr gefährlich sein kann: Einige Bestandteile des
Tabakrauchs sind radioaktive Alpha-Strahler und zerfallen in der
Lunge. Alpha-Strahlung ist normalerweise recht ungefährlich, da sie
schon von einem Blatt Papier fast vollständig aufgehalten wird. Wird
ein Alpha-Strahler in die Lunge eingebracht, wirkt er dort jedoch
massiv lungenkrebserregend.
Weitere Inhaltsstoffe des Tabakrauchs sind unter anderem:
Acetaldehyd (greift die Schleimhäute an)
Ameisensäure (dito)
Anilin (ist ein Blutgift, welches die Atmung durch die Bindung von
Methämoglobin im Blut behindert, Einstufung analog derjenigen des
Benzol)
Arsen (wirkt genschädigend und krebserregend, außerdem ätzend)
Benzpyren (wirkt krebserregend)
Cadmium (entkalkt die Knochen und erhöht dadurch das Bruchrisiko)
Formaldehyd (ist ein Nervengift und stark genschädigend)
Kohlenmonoxid (bindet Hämoglobin und beeinträchtigt dadurch die
Atmung; kann zu Erstickung führen)
Nickel (kann Allergien auslösen)
Nikotin (ist ein starkes Nervengift und hauptverantwortlich für die
Arterienverstopfung, gleichzeitig aber auch suchtauslösend durch
seine unmittelbar als positiv empfundene Wirkung)
Phenol (ein Nervengift)
Nitrosamine (das ist eine Gruppe von Stoffen, die fast alle stark
krebserregend sind)
Proprionaldehyd (kann zu Erstickung führen)
Quecksilber (schädigt das ZNS)
Radium und Thorium (Radium zerfällt in der Lunge zu dem
Alpha-Strahler Radon, welcher das Lungenkrebsrisiko massiv erhöht)
Wasserstoffcyanid (wird in den USA zur Vollstreckung von
Todesurteilen eingesetzt)
> Jeder, der also älter als 18 Jahre ist, hat durch das verunglückte
> Tschernobyl-Experiment soviel Strahlung abbekommen, daß sein
> Krebsrisiko erheblich gestiegen ist, auch wenn er nicht raucht.
Das ist - zumindest auf Deutschland bezogen - Unsinn. Die
Strahlenbelastung durch den Unfall in Tschernobyl war in Deutschland
zu keinem Zeitpunkt so hoch, dass ein statistisch signifikanter
Anstieg der Krebshäufigkeit daraus resultiert hätte. Das ist keine
Behauptung, sondern eine Tatsache, denn die Strahlenbelastung wurde
damals genau gemessen, und zudem hätte man einen Anstieg speziell
durch Radioaktivität verursachter Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs
registrieren müssen, wenn Tschernobyl in Deutschland signifikante
Auswirkungen gezeitigt hätte. Dem war jedoch nicht so.
Im übrigen sollte jeder Raucher wissen, dass das Rauchen die
Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bei bereits gegebenen
anderen Risiken nochmals deutlich erhöht, und zwar stärker als diese
beiden Risikofaktoren zusammengenommen. Das liegt daran, dass bereits
durch Tabakrauch vorgeschädigtes Lungengewebe erheblich anfälliger
für andere krebserregende Stoffe wie Dieselabgase ist.
> Ich erinnere daran, daß unsere damalige Regierung kurzerhand per
> Gesetz / Verordnung die erlaubten Grenzwerte hochsetzte, um die
> Katastrophe kleinzuhalten.
Jeder Mallorca-Urlauber setzt sich auf seinem Flug Dosen aus, die
Tschernobyl - auf Deutschland bezogen - unter ferner liefen
einordnen. Witzigerweise sind es oft die gleichen Menschen, die Angst
davor haben, in der Umgebung eines Kernkraftwerkes zu wohnen (in der
im übrigen auch keine erhöhten Strahlungsemissionen feststellbar
sind), die bereitwillig in der Weltgeschichte herumfliegen. Und damit
keine Missverständnisse aufkommen: Bei Berufspiloten verursacht die
massive Strahlenbelastung durch die Höhenstrahlung einen Anstieg der
radioaktiv induzierten Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs um gerade mal
1-3%. Dagegen nehmen sich die 2200%, die das Rauchen das
Lungenkrebsrisiko erhöht, schon deutlich stärker aus.
[wird fortgesetzt]

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [1/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchencht unumstritten ist, ob das auch für den Verzehr angebrannter
> > Speisen oder Süßstoff gilt. (da gibt es noch einiges mehr)
>
> Für den Verzehr angebrannter Speisen konnte das bisher nach
> wissenschaftlichen Kriterien nicht nachgewiesen werden. Auf Süßstoff
> bezogen wird diese Ansicht von keinem ernstzunehmenden
> Wissenschaftler geteilt, da bisher keine einzige Studie eine auch nur
> schwache Beziehung zwischen dem Konsum von Süßstoffen und der
> Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bestätigen konnte.
> Süßstoffe sind im Gegenteil stark gesundheitsfördernd, da sie den
> Konsum von Zucker und damit die Verbreitung der Diabetes - ein echtes
> Wohlstandsproblem gigantischen Ausmaßes - massiv reduzieren können.
Weißt Du zu welchem Zweck Süßstoffe in den 70ern eingesetzt wurden?
Als Hilfsmittel zur Schweinemast. Die Viecher fraßen Süßstoff, der
Körper
erwartete Energie und bekam sie nicht und sie bekamen einen
solchen Heißhunger, daß sie viel mehr fraßen und schneller Gewicht
ansetzten (schnellere Gewichtszunahme <-> weniger Kosten für den
Landwirt).
Eine ähnliche Wirkung trifft auch für den Menschen zu, Süßstoffe für
Diabetiker sind unbestritten sinnvoll, für nicht erkrankte Leute sehe
ich das anders.
Und beim Thema Gewichtsreduktion gibt es ja die üblichen
Yoyo-Effekte, wenn man die Diät absetzt, wiegt man aufgrund eines
veränderten Stoffwechsels mehr als zuvor. Gewichtsabnahme über
Kalorienreduzierung geht nur, wenn man die Energiezufuhr nie mehr
erhöht.
Abgesehen davon, bin ich recht skeptisch gegenüber der Linie der
Pharma-/Nahrungsmittelergänzungsmittelfirmen, die uns suggerieren,
daß
wir ihre Produkte bhref=”http://kein-rauchen.com/2008/08/22/warum-tut-man-uberhaupt-was-gegen-raucher-rauchen-ist-todschick/”>rauchen, um gesund zu *bleiben*. Es kann doch
nicht gut sein, daß ein Mensch zeitlebens zur Gesundsheitserhaltung
solches Zeug schluckt.
Kranke, die gesund *werden* wollen sind etwas anders.
D5D