Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [1/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenRauchen der Gesundheit schadet, ist unstrittig (abgesehen von der
> positiven Wirkung auf Alzheimer-Patienten).
Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist unstrittig. Dass Rauchen
eine positive Wirkung auf Alzheimer-Patienten habe, ist jedoch
keineswegs unstrittig. Auf Spiegel Online z.B. gab es vor einiger
Zeit ein Artikel über eine wissenschaftliche Studie, die nahelegte,
dass Rauchen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erhöht.
> Nach all dem, was hier so geschrieben wurde, möchte ich jedoch ein
> paar Dinge zu bedenken geben:
>
> 1. Als Hauptrisiko wird gemeinhin Krebs genannt.
>
> Ob man an Krebs erkranken kann, ist meines Wissens zunächst mal
> genetisch bedingt. Es gibt viele Menschen, deren Körper gar keine
> Wucherzellen entwickeln können.
Hanebüchener Blödsinn. JEDER, wirklich absolut jeder Mensch kann an
Krebs erkranken. Mehr noch, in jedem von uns bilden sich jeden Tag
ein paar Krebszellen, die jedoch normalerweise vom Immunsystem
vernichtet werden.
> Gehöre ich jedoch zu der anderen Gruppe, so ist Rauchen für mich
> krebsfördernd.
Rauchen ist für Dich (und auch für alle anderen, die Du zuqualmst)
_immer_ krebsfördernd.
> Nicht unumstritten ist, ob das auch für den Verzehr angebrannter
> Speisen oder Süßstoff gilt. (da gibt es noch einiges mehr)
Für den Verzehr angebrannter Speisen konnte das bisher nach
wissenschaftlichen Kriterien nicht nachgewiesen werden. Auf Süßstoff
bezogen wird diese Ansicht von keinem ernstzunehmenden
Wissenschaftler geteilt, da bisher keine einzige Studie eine auch nur
schwache Beziehung zwischen dem Konsum von Süßstoffen und der
Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bestätigen konnte.
Süßstoffe sind im Gegenteil stark gesundheitsfördernd, da sie den
Konsum von Zucker und damit die Verbreitung der Diabetes - ein echtes
Wohlstandsproblem gigantischen Ausmaßes - massiv reduzieren können.
> Unumstritten ist hingegen, daß Radioaktivität stark krebsfördernd
> ist.
Dieser Satz hat in dieser Form keine Aussagekraft. Richtig ist, dass
Radioaktivität Krebs mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
hervorrufen kann. Wie groß diese ist, hängt jedoch von vielen
Parametern ab: Von der Art der Strahlung ebenso wie von der Dauer der
Exposition und den betroffenen Organen. Radioaktivität ist in den
Dosen, in denen es bei uns auftritt, ein verhältnismäßig schwaches
Kanzerogen. Wäre das nicht so, würde kein Pilot alt werden, denn auf
einem einzigen 2-Stunden-Flug bekommt jeder Passagier eine Dosis ab,
die einer Röntgenuntersuchung entspricht. Mit dem Rauchen ist die
Kanzerogenität der Radiaktivität, die uns im Alltag begegnet, auf
keinen Fall zu vergleichen - da liegen Welten dazwischen.
Es ist allerdings durchaus zutreffend, dass Kontamination mit
radioaktiven Stoffen (die nicht gleichzusetzen ist mit radioaktiver
Strahlung!) u.U. sehr gefährlich sein kann: Einige Bestandteile des
Tabakrauchs sind radioaktive Alpha-Strahler und zerfallen in der
Lunge. Alpha-Strahlung ist normalerweise recht ungefährlich, da sie
schon von einem Blatt Papier fast vollständig aufgehalten wird. Wird
ein Alpha-Strahler in die Lunge eingebracht, wirkt er dort jedoch
massiv lungenkrebserregend.
Weitere Inhaltsstoffe des Tabakrauchs sind unter anderem:
Acetaldehyd (greift die Schleimhäute an)
Ameisensäure (dito)
Anilin (ist ein Blutgift, welches die Atmung durch die Bindung von
Methämoglobin im Blut behindert, Einstufung analog derjenigen des
Benzol)
Arsen (wirkt genschädigend und krebserregend, außerdem ätzend)
Benzpyren (wirkt krebserregend)
Cadmium (entkalkt die Knochen und erhöht dadurch das Bruchrisiko)
Formaldehyd (ist ein Nervengift und stark genschädigend)
Kohlenmonoxid (bindet Hämoglobin und beeinträchtigt dadurch die
Atmung; kann zu Erstickung führen)
Nickel (kann Allergien auslösen)
Nikotin (ist ein starkes Nervengift und hauptverantwortlich für die
Arterienverstopfung, gleichzeitig aber auch suchtauslösend durch
seine unmittelbar als positiv empfundene Wirkung)
Phenol (ein Nervengift)
Nitrosamine (das ist eine Gruppe von Stoffen, die fast alle stark
krebserregend sind)
Proprionaldehyd (kann zu Erstickung führen)
Quecksilber (schädigt das ZNS)
Radium und Thorium (Radium zerfällt in der Lunge zu dem
Alpha-Strahler Radon, welcher das Lungenkrebsrisiko massiv erhöht)
Wasserstoffcyanid (wird in den USA zur Vollstreckung von
Todesurteilen eingesetzt)
> Jeder, der also älter als 18 Jahre ist, hat durch das verunglückte
> Tschernobyl-Experiment soviel Strahlung abbekommen, daß sein
> Krebsrisiko erheblich gestiegen ist, auch wenn er nicht raucht.
Das ist - zumindest auf Deutschland bezogen - Unsinn. Die
Strahlenbelastung durch den Unfall in Tschernobyl war in Deutschland
zu keinem Zeitpunkt so hoch, dass ein statistisch signifikanter
Anstieg der Krebshäufigkeit daraus resultiert hätte. Das ist keine
Behauptung, sondern eine Tatsache, denn die Strahlenbelastung wurde
damals genau gemessen, und zudem hätte man einen Anstieg speziell
durch Radioaktivität verursachter Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs
registrieren müssen, wenn Tschernobyl in Deutschland signifikante
Auswirkungen gezeitigt hätte. Dem war jedoch nicht so.
Im übrigen sollte jeder Raucher wissen, dass das Rauchen die
Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bei bereits gegebenen
anderen Risiken nochmals deutlich erhöht, und zwar stärker als diese
beiden Risikofaktoren zusammengenommen. Das liegt daran, dass bereits
durch Tabakrauch vorgeschädigtes Lungengewebe erheblich anfälliger
für andere krebserregende Stoffe wie Dieselabgase ist.
> Ich erinnere daran, daß unsere damalige Regierung kurzerhand per
> Gesetz / Verordnung die erlaubten Grenzwerte hochsetzte, um die
> Katastrophe kleinzuhalten.
Jeder Mallorca-Urlauber setzt sich auf seinem Flug Dosen aus, die
Tschernobyl - auf Deutschland bezogen - unter ferner liefen
einordnen. Witzigerweise sind es oft die gleichen Menschen, die Angst
davor haben, in der Umgebung eines Kernkraftwerkes zu wohnen (in der
im übrigen auch keine erhöhten Strahlungsemissionen feststellbar
sind), die bereitwillig in der Weltgeschichte herumfliegen. Und damit
keine Missverständnisse aufkommen: Bei Berufspiloten verursacht die
massive Strahlenbelastung durch die Höhenstrahlung einen Anstieg der
radioaktiv induzierten Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs um gerade mal
1-3%. Dagegen nehmen sich die 2200%, die das Rauchen das
Lungenkrebsrisiko erhöht, schon deutlich stärker aus.
[wird fortgesetzt]

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [1/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchencht unumstritten ist, ob das auch für den Verzehr angebrannter
> > Speisen oder Süßstoff gilt. (da gibt es noch einiges mehr)
>
> Für den Verzehr angebrannter Speisen konnte das bisher nach
> wissenschaftlichen Kriterien nicht nachgewiesen werden. Auf Süßstoff
> bezogen wird diese Ansicht von keinem ernstzunehmenden
> Wissenschaftler geteilt, da bisher keine einzige Studie eine auch nur
> schwache Beziehung zwischen dem Konsum von Süßstoffen und der
> Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, bestätigen konnte.
> Süßstoffe sind im Gegenteil stark gesundheitsfördernd, da sie den
> Konsum von Zucker und damit die Verbreitung der Diabetes - ein echtes
> Wohlstandsproblem gigantischen Ausmaßes - massiv reduzieren können.
Weißt Du zu welchem Zweck Süßstoffe in den 70ern eingesetzt wurden?
Als Hilfsmittel zur Schweinemast. Die Viecher fraßen Süßstoff, der
Körper
erwartete Energie und bekam sie nicht und sie bekamen einen
solchen Heißhunger, daß sie viel mehr fraßen und schneller Gewicht
ansetzten (schnellere Gewichtszunahme <-> weniger Kosten für den
Landwirt).
Eine ähnliche Wirkung trifft auch für den Menschen zu, Süßstoffe für
Diabetiker sind unbestritten sinnvoll, für nicht erkrankte Leute sehe
ich das anders.
Und beim Thema Gewichtsreduktion gibt es ja die üblichen
Yoyo-Effekte, wenn man die Diät absetzt, wiegt man aufgrund eines
veränderten Stoffwechsels mehr als zuvor. Gewichtsabnahme über
Kalorienreduzierung geht nur, wenn man die Energiezufuhr nie mehr
erhöht.
Abgesehen davon, bin ich recht skeptisch gegenüber der Linie der
Pharma-/Nahrungsmittelergänzungsmittelfirmen, die uns suggerieren,
daß
wir ihre Produkte bhref=”http://kein-rauchen.com/2008/08/22/warum-tut-man-uberhaupt-was-gegen-raucher-rauchen-ist-todschick/”>rauchen, um gesund zu *bleiben*. Es kann doch
nicht gut sein, daß ein Mensch zeitlebens zur Gesundsheitserhaltung
solches Zeug schluckt.
Kranke, die gesund *werden* wollen sind etwas anders.
D5D

Re: Was rauchen Kinder - Computer in Kindergärten sind heftig ums…

rauchenheutigen pc’s eignen sich total schlecht
> dazu computer zu verstehen.
richtig. aber darum geht’s auch gar nicht.
der computer ist ein werkzeug. ich halte es nicht für falsch, bereits
im kindergarten die kinder an die benutzung dieses werkzeugs
heranzuführen. das ist etwas ganz anderes als die funktionsweise des
werkzeugs zu vermitteln.
wenn ich autos bauen will, dann ist es auch sinnvoll die erfahrungen
mit einer relativ einfachen verbrennungsmaschine zu machen. wenn ich
aber mit dem auto fahren will, kann es mir eigentlich egal sein ob
der supermdoderne tdi mit elektronischem motormanagement etc. von
einem normalsterblichen verstanden werden kann oder nicht.
> windows stellt den nutzer als klickenden kasper hin
>
aber dadurch versteht keiner was, weil niemand denken
> und etwas rausfinden muss.
die kinder können/dürfen/sollen _mit_ dem computer etwas hrausfinden
und nicht _über_den computer.
> mein ersten computer (c64) bekam ich irgendwann zwischen 8 und 10
> jahren. den hab ich für 50dm meinem cousin abgekauft, musste aber
> meine eltern vorher fragen ob ich das darf.
> im kindergarten sollten die kinder tun und lassen können, was sie
> wollen. oder “spielen” ist auch ein gutes wort dafür :) man kann auch mit dem computer spielen. ich denke, das, was du als
9jähriger mit dem computer angestellt hast fällt auch unter die
kategorie ’spielen’ im weiteren sinn.
> ich glaub es ist falsch im vornherein überall computer hinzustellen.
nur wenn man nicht weiss, was eigentlich mit dem ding gemacht werden
soll.
> och mann.. es gab mal ne zeit, da fand ich computer cool!
das war wohl die zeit, als für uns die beschäftigung mit dem computer
selbstzweck war. ich habe inzwischen gelernt, dass computer gar nicht
so ‘cool’ sondern sehr nützliche geräte sind.
H e

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

den-wir-mal-uber-das-rauchen-22-domain-urteil-gegen-internet-zigarettenh-5/”>rauchenn Letztes:
> > Du reklamierst Dein Recht auf Deine Gesundheit.
> > Der Raucher reklamiert sein Recht auf Genuß.
> >
> > Die Tatsache, daß das nicht zusammen geht, bedeutet nicht
> > zwangsläufig, daß Du mehr Recht hast.
> > Denn was hier der höhere Wert ist, dürfte sehr von der individuellen
> > Sicht abhängen.
>
> Da muss ich wehement wiedersprechen! Das Recht auf Gesundheit geht in
> jedem Fall vor!
> Ein krasses Beispiel: Hängt es von der individuellen Sich ab, ob es
> OK ist wenn jemand einen anderen aus Genuss verprügelt?
>
> Gruß, rayx
Sorry, ich hab hier zwei Dinge versucht:
Erstens mehr Verständnis für die jeweils andere Seite zu entwickeln.
Zweitens falsche Argumentationen aufzuzeigen, selbst wenn die Absicht
gut war.
Du gehörst in Abteilung zwei.
Kein normaler Mensch verprügelt einen anderen aus Genuss, es sei
denn, daß noch ein weiteres Motiv eine Rolle spielt.
Und wenn er mit Genuss verprügelt, weil der Andere seiner Freundin an
die T***** gegangen ist, obwohl die es nicht wollte, dann hat er
meinen Segen (auch wenn ich Gewalt grundsätzlich ablehne).
Kein Raucher raucht, weil er jemand anderen aus Genuss schädigen
will.
Er nimmt es allenfalls billigend in Kauf, was Du logischerweise auch
für verwerflich hältst (und wo Du nicht ganz Unrecht hast).
Aber:
Rauchen war bis vor ein paar Jahren gesellschaftlich akzeptiert.
In den 60ern, 70ern und 80ern wurde gequalmt, daß es nur so krachte
und es hat keine Sau gestört. Von Gesundheitsschäden war keine Rede,
weil die schädigende Wirkung noch nicht so bekannt war oder weil sie
vielleicht nicht ganz so extrem ist, wie man es heute darstellt. Das
sei mal dahingestellt.
Derjenige, der nun also seit 30 Jahren guten Gewissens raucht, soll
jetzt seine Gewohnheiten umstellen, weil Du Gesundheit zum Maß aller
Dinge erklärst?
Ziemlich viel verlangt.
Es ist ok, wenn Du Rücksicht forderst.
Es ist aber auch ok, wenn er Rücksicht fordert.
Mehr wollte ich nicht sagen.
Gruß,
Fairplay

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

> 1. Habe ich jemals behauptet, Raucher zu sein?
> Ich denke, nicht. Ich habe nur versucht, Verständnis für die Position
> der Raucher zu entwickeln. Genauso, wie ich die Position der
> Nichtraucher verstehe. Hier wird aber größtenteils polarisiert, was
> im Zusammenleben nichts bringt.
Sicherlich wird kein Raucher aufhören, in der Öffentlichkeit andere
in der Nähe mit dem Rauch zu belästigen, wenn Nichtraucher ihn
schroff darauf aufmerksam machen, dass sie das stört. Letztlich
helfen bei so etwas nur gesetzliche Verbote.
Aus Deinem Absatz spricht die Motivation, eine bemüht neutrale
Position einzunehmen. Du übersiehst dabei, dass es gerade aus
wissenschaftlicher Sicht nicht immer falsch ist, sich scheinbar
extreme bzw. polarisierende Positionen zu eigen zu machen. Für die
Wissenschaft ist der Fall klar: Es gibt keine größere Gefahr in den
Industrienationen als das Rauchen, und zwar mit großem Abstand. Das
ist keine Behauptung, das ist eine inzwischen ebenso anerkannte
Tatsache wie die, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht
umgekehrt. In dieser Situation eine beschwichtigende und abwiegelnde
Position einzunehmen allein aus dem Grund, dass offenbar nicht
unerhebliche Teile der Bevölkerung den Tabakkonsum anders bewerten,
ist wenig zielführend - zumindest, wenn man von den Idealen der von
Kant begründeten Aufklärung etwas hält. Es ist leider eine sehr
gefährliche Tendenz in unserer Demokratie, dem absoluten Relativismus
zu huldigen, und mir scheint, dass etwas von dieser Einstellung aus
Deinen Ausführungen spricht.
Dass Rauchen mordsgefährlich ist, ist ein medizinisches,
statistisches und naturwissenschaftliches Faktum. Wenn es
“polarisierend” ist, das offen auszusprechen, dann muss ein
verantwortungsbewusster Wissenschaftler polarisierend sein.
> 2. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, daß Nikotin die
> Krankheit Alzheimer hemmen kann. Umstritten ist lediglich, ob der
> Nutzen das Risiko durch Nebenwirkungen übersteigt.
> Guckst Du:
> http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=214927
Diese Studie deutet zwar auf einen Zusammenhang hin, lässt sich aber
nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen, da es sich um eine
in-vitro-Studie handelt. Die festgestellten Reaktionen können in vivo
in Anwesenheit vieler weiterer, in diesem Experiment nicht
berücksichtigter Substanzen völlig anders ablaufen. Gerade deshalb
sind ja nach wie vor Tierversuche unbedingt notwendig.
> 3. Die Sache mit Tschernobyl.
> Dein profundes Wissen in allen Ehren.
> Ich habe das damals live miterlebt.
> Bis zum 26.04.86 gab es Grenzwerte, die in Sachen Radioaktivität für
> unbedenklich galten.
> Ab Mai ‘86 gab es per Gesetz / Verordnung neue Grenzwerte, die an die
> Realität angepaßt wurden.
> Wer da nicht nachdenklich wird…..
> Und vor dem Verzehr von Pilzen und Wild wurde dennoch eindringlich
> gewarnt.
>
> Vielleicht verfolgst Du mal die Leukämie-Statistiken seitdem. Und
> ebenso dieselben im Umfeld von AKW’s. Hier ist natürlich nicht
> Lungenkrebs das Thema, sondern Blutkrebs.
Es gibt nach meinen Informationen keine statistisch signifikante
Zunahme an Leukämie-Fällen in Deutschland nach dem
Tschernobyl-Unfall. Die behauptete Zunahme an Leukämie-Fällen im
Umfeld von Kernkraftwerken ist ebenfalls auf Unkenntnis über
statistische Zusammenhänge zurückzuführen: Die zufällige regionale
Häufung seltener Krankheiten ist ein unter Statistikern wohlbekanntes
Verhalten, welches mit der absolut geringen Zahl der Fälle
zusammenhängt. Mit anderen Worten: Es ist extrem unwahrscheinlich,
dass alle Leukämie-Fälle in Deutschland regional gleichverteilt sind.
Mehr noch, es wäre äußerst unwahrscheinlich, wenn unter diesen Fällen
regionaler Häufung in Anbetracht von 21 Kernkraftwerken in
Deutschland nicht auch gelegentlich die Umgebung eines Kernkraftwerks
wäre. Was dabei von Kritikern gerne verschwiegen wird, ist, dass es
noch weitaus mehr solcher Regionen gab und gibt, die mit
Kernkraftwerken überhaupt nichts zu tun haben und in denen auch keine
erhöhte Umgebungsstrahlung feststellbar war.
Nebenbei bemerkt, strahlt ein Kohlekraftwerk aufgrund des Anteils
radioaktiven Kohlenstoffs (C-14) stärker in seine Umgebung ab als ein
Kernkraftwerk. Die gemessenen Strahlungswerte sind in der Umgebung
eines deutschen Kernkraftwerks nicht signifikant höher als die
Umgebungsstrahlung, schon in wenigen Metern Abstand gibt es überhaupt
keinen irgendwie messbaren Unterschied. Höhere Strahlungswerte
herrschen lediglich in bestimmten Zonen auf dem Reaktorgelände,
welche entsprechend abgesichert sind und auch nur mit entsprechender
Schutzausrüstung betreten werden dürfen.
Übrigens führen Risikoforscher wie Peter Valberg von der Harvard
School of Public Health selbst im Falle der Atombombenexplosionen in
Hiroshima und Nagasaki nur vergleichsweise wenig Todesfälle unter den
Überlebenden der Explosion (welche durch ihre Druckwelle und die
Hitzeentwicklung Tausende von Menschen sofort tötete) auf die
radioaktive Strahlung zurück:
“By comparing the people exposed to higher doses to those exposed to
lower doses, and comparing the highly exposed population to people
not exposed at all, scientists believe that only about 500 of the
8,000 cancer deaths in the atomic blast survivors can be attributed
to radiation. The relatively low numbers of cancers in the Hiroshima
and Nagasaki population suggests that ionizing radiation is
definitively a cancerogen, but a weak one.”
(Aus: “RISK - A Practical Guide for Deciding What’s Really Safe and
What’s Really Dangerous in the World Around You”, David Ropeik,
George Gray, Harvard Center of Risk Analysis, Harvard School of
Public Health, Houghton Mifflin Company, ISBN 0-618-14372-6).
Mit dieser Einschätzung stehen die Statistiker und Mediziner aus
Harvard nicht alleine: Aus heutiger Sicht erscheinen viele der in
Deutschland in der Folge des Tschernobyl-Unfalls ergriffenen
Maßnahmen bei weitem übertrieben. Insbesondere weiß man heute, dass
es keinen statistisch signifikanten Anstieg von durch Radioaktivität
verursachten Krebserkrankungen (vor allem Leukämie und
Schilddrüsenkrebs) nach dem Tschernobyl-Unfall gegeben hat.
> Niemand will Rauchen im Angesicht radioaktiver Bestrahlung
> propagieren, aber es relativiert das Risiko etwas. Weil es nun
> einfach egal ist, ob ich vorzeitig an Lungenkrebs oder an Blutkrebs
> sterbe.
Nein, das ist schlicht falsch. Ganz im Gegenteil, es ist genau
umgekehrt: Das Rauchen relativiert sämtliche anderen von Dir
aufgeführten Risiken. Und zwar schlicht deshalb, weil es in
Deutschland nach Tschernobyl noch nicht einmal einen messbaren
Anstieg von Blutkrebserkrankungen gegeben hat, während jedes Jahr ca.
100000 Menschen an den Folgen des Rauchens sterben - welches übrigens
auch das Risiko für Leukämie verdoppelt. Angesichts der
Größenordnungen, um die es hier geht (Faktor 22 für Lungenkrebs bei
Männern), scheint Faktor 2 wenig zu sein - aber statistisch gesehen
ist selbst das enorm viel, weitaus mehr, als die allermeisten anderen
Umweltgifte in in der Umwelt vorkommenden Konzentrationen
irgendwelche physiologischen Auswirkungen hervorrufen.
Es tut mir leid, aber es ist für eine sachliche Risikoeinschätzung
zwingend vonnöten, sich mit den statistischen Grundlagen zu
beschäftigen. Und die weisen eindeutig das Rauchen als immensen
Risikofaktor aus, gegenüber dem Tschernobyl, Verkehrstote und
überhaupt so gut wie alle anderen Risiken der Industrienationen
lächerlich niedrig erscheinen. Die anderen von Dir aufgezählten
Risiken sind gegenüber dem Rauchen schlicht irrelevant. Wenn Du das
anzweifelst, bin ich gerne bereit, dies mit weiteren Zahlen und
Quellen zu untermauern.

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenabe ich jemals behauptet, Raucher zu sein?
> Ich denke, nicht. Ich habe nur versucht, Verständnis für die Position
> der Raucher zu entwickeln. Genauso, wie ich die Position der
> Nichtraucher verstehe. Hier wird aber größtenteils polarisiert, was
> im Zusammenleben nichts bringt.
Es ist ein Unterschied asoziales Verhalten zu Verstehen oder es zu
erdulden.
Damit man zusammenleben kann, haben sich gewisse Regeln etabliert, href=”http://www.onlinetippstricks.de/index.php/medizingesundheit/passives-rauchen/”>da
es
in der Vergangenheit recht schnell sehr blutig wurde. Im Moment
pfeifen die Raucher, deren Qualm man ertragen muss, aber auf diese
Regeln (Rücksicht), und ich hoffe, wir können das noch unblutig -
z.B. mit Gesezten - regeln. Allerdings wird das schwierig, da sich so
wenig Verständnis auf Seiten der Raucher regt.
Wie
weit man mit Laissez-faire kommt man ja, wie die Erfahrung
gezeigt hat, nicht weiter.
> 2. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, daß Nikotin die
> Krankheit Alzheimer hemmen kann. Umstritten ist lediglich, ob der
> Nutzen das Risiko durch Nebenwirkungen übersteigt.
> Guckst Du:
> http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=214927
Wenn es gelingt, Filter zu bauen die es ermöglichen ohne Emissionen
zu Rauchen, könnte man das vielleicht näher erforschen. Dann von mir
aus auch mit Fördermitteln…
Golgafrincham

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchen nun sehr viel geschrieben und Dir auch wirklich Mühe gegeben,
Deine Behauptungen zu untermauern.
Ich mag um diese Zeit nicht mehr auf jeden einzelnen Punkt eingehen.
Aber ich denke, Du hast Einiges mißverstanden. Und manches solltest
Du noch mal recherchieren.
1. Habe ich jemals behauptet, Raucher zu sein?
Ich denke, nicht. Ich habe nur versucht, Verständnis für die Position
der Raucher zu entwickeln. Genauso, wie ich die Position der
Nichtraucher verstehe. Hier wird aber größtenteils polarisiert, was
im Zusammenleben nichts bringt.
2. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, daß Nikotin die
Krankheit Alzheimer hemmen kann. Umstritten ist lediglich, ob der
Nutzen das Risiko durch Nebenwirkungen übersteigt.
Guckst Du:
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=214927
3. Die Sache mit Tschernobyl.
Dein

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenhen von einer recht gelungenen Klassifikation…
> GENUSSRAUCHER, der: Die
> Bezeichnung G. ist irreführend, da das Genussgefühl auf die
> suchtbildende Wirkung des Nikotins zurückgeht.
…Einspruch. Meine Meinung dazu: Jeder Genuss kann suchtbildend
sein, kein Genuss muss suchtbildend sein. Jeder Genuss wird durch ein
Neurotransmitterecho im Gehirn auf externe Stimuli gebildet, egal ob
diese zuerst Nerven im Ohr, auf der Zunge oder auf den
Geschlechtsorganen reizen, oder ob neuroaktive Stoffe es bis ins
zentrale Nervensystem schaffen. Die Stimulation des Genusszentrums
ist immer sekundär, und der Ursprung des Genusses subjektiv nicht
relevant. Genuss ist, wenn man Genuss empfindet.
Selbst Nichtraucher, kenne ich tatsächlich “Raucher”, die sich drei-,
viermal im Jahr _eine_ Zigarette anzünden, genüsslich bei sich zu
Hause rauchen und es dann wieder für Monate bleiben lassen. Das ist
Genuss, nicht Sucht, wenn auch eine für mich überhaupt nicht
nachvollziehbare.
Marzipan

Re: Also gut: Reden wir mal über das Rauchen [2/2] - Domain-Urteil gegen Internet-Zigarettenh…

rauchenhat schon was Lustiges:
>
> Du unterstellst mir und weiten Teilen der Demokratie, einem absoluten
> Relativismus zu huldigen.
>
> Und dann huldigst Du diesem bei jedem anderen Thema, als dem Rauchen.
>
> Man hat den Eindruck, daß Du kein Problem damit hast, wenn Dich
> jemand erschießen will….sofern er dabei nicht raucht ;-) Du verwechselst Relativierung mit Relativismus. Relativierung ist ein
wichtiges Werkzeug in der wissenschaftlichen Risikoeinschätzung, denn
es würde unseren Alltag vollständig lähmen, wenn Risiken unabhängig
von ihrer statistischen Relevanz Berücksichtigung fänden.
Der Relativismus ist eine philosophische Denkrichtung, welche in
ihrer absoluten Form die Naturwissenschaften und sogar die gesamte
seit der Aufklärung in der Wissenschaft etablierte
empirisch-deduktive und logisch-induktive Vorgehensweise, an Probleme
heranzugehen, als lediglich eine gleichberechtigte Möglichkeit von
vielen betrachtet und damit auch der Physik nicht mehr Bedeutung und
insbesondere auch Korrektheit zubilligt als jeder beliebigen
mystizistischen Weltanschauung.
Ich bin aus vielerlei Gründen ein erklärter Feind des absoluten
Relativismus und seiner Spielarten:
Erstens, weil er sich selbst widerlegt; denn wer mit solch
destruktiver Skepsis an die Naturwissenschaften herangeht, der müsste
die gleichen Maßstäbe erst recht an seiner eigenen Philosophie
anlegen. Mit anderen Worten, wer abstreitet, dass die Gesetze der
formalen Logik in irgendeiner Weise “richtiger” sein können als ein
frei gewählter Satz an absurden Aussagen, der muss zwangsläufig zu
dem Schluss kommen, dass es keinen Grund gibt, warum diese Ansicht
selbst in irgendeiner Weise zutreffender sein sollte als dazu
konträre Ansichten. Offensichtlich kann das Gedankengebäude des
absoluten Relativismus nur entweder falsch oder für unser Leben
völlig irrelevant sein.
Zweitens, weil die Durchdringung der Politik mit relativistischen
Ideen seit Jahrzehnten massiven Schaden überall auf der Welt und vor
allem in den Entwicklungsländern anrichtet. Beispielsweise ist es
nach dem Relativismus nicht erlaubt, Schamanenmedizin für in
irgendeiner Weise schlechter zu halten als das gesamte westliche
medizinische Wissen, und zwar unabhängig von den empirischen Belegen,
die - nach wissenschaftlichen Kriterien - ganz eindeutig darauf
hindeuten, dass unsere Vorstellung vom menschlichen Körper, alles in
allem, wesentlich zutreffender sein muss als diejenige der
Schamanenmedizin. Naturwissenschaftliche Fakten interessieren
relativistisch denkende Menschen nur wenig, wenn überhaupt, da sie
den Naturwissenschaften keine in irgendeiner Weise privilegierte
Rolle gegenüber mystizistischen Lehren zubilligen. Sie übersehen
dabei, dass sie selbst im Alltag sehr häufig nach der Methodik
handeln, nach der unser naturwissenschaftliches Wissen erworben
wurde. Viele westliche Entwicklungshelfer erweisen unterentwickelten
Ländern einen Bärendienst, wenn sie die Einheimischen sogar noch
darin bestärken, wissenschaftliche Erkenntnisse über den Menschen,
die Natur und vieles andere für rein kulturelle Elemente zu halten,
die es im Interesse kultureller Eigenständigkeit abzulehnen gelte.
Wer Relativismus mit Toleranz verwechselt, hat einiges nicht
verstanden. Im Gegenteil kann gesellschaftliche Toleranz erst auf dem
Boden der Anerkennung der Existenz objektiver Wahrheiten wie der,
dass die Newtonsche Schwerkraftkonstante in Mitteleuropa etwa 9,81
m/s

Re: Was rauchen Kinder - Computer in Kindergärten sind heftig ums…

ich hab den satz: “duaschd wid’r kombjudr

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